Highend-Kühler von be quiet! (Dark Rock Pro 2 und Shadow Rock Topflow) und Thermaltake Frio Extreme im Test

Drei eiskalte Kolosse - CPU Kühler im Test

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Aus den unzähligen aktuellen Angeboten haben wir uns drei Probanden ab 40 Euro herausgesucht und geschaut, was aktuelle Highend-Kühler zu leisten im Stande sind.

Unser Dank geht dabei an Be Quiet! und Thermaltake für die Bereitstellung der Testsamples.

Die Kandidaten & die Montage:

Drei eiskalte Kolosse - CPU Kühler im Test

Unsere drei Testkandidaten sind allesamt als Premiumprodukte zu bezeichnen. Mit dem Dark Rock Pro2 und dem Shadow Rock kommt be quiet! mit ihren beiden Flaggschiffen daher – zum Einen für größere Gehäuse und zum Anderen für eine maximale Höhe bis zu 13 cm. Auch Thermaltake schickt mit dem Frio Extreme sein bestes Pferd ins Rennen. Bevor wir jedoch zu den Messergebnissen kommen, schauen wir uns die einzelnen Probanden genauer an.

be quiet! Dark Rock Pro2:

Ein wahrer Koloss wartet in der recht schlicht-schwarzen Verpackung auf seinen Auftritt. In einem kleinen Beipackkarton sind alle wichtigen Zubehörteile und die Anleitung vorzufinden. Die beiden Lüfter des dunkel vernickelten Doppelturm-Kühlers sind bereits vormontiert. So erspart man sich die nervige Lüftermontage, die oftmals in einer ziemlichen Fummelei ausarten kann. In Anbetracht der Verarbeitung und der Materialien gibt es rein garnichts zu meckern. Die Bodenplatte ist absolut plan geschliffen. Gleich sieben Heatpipes sorgen für die Wärmeabfuhr zu den insgesamt 44 Lamellen der beiden Kühlradiatoren. Dabei helfen gleich zwei von Werk aus verbaute SilentWings-Lüfter – 1 x 120 mm & 1 x 135 mm.

Der Kühler macht durchweg einen hochwertigen Eindruck. Ganze 1,25 kg bringt der Dark Rock auf die Waage und macht so seinem Namen alle Ehre. Trotz des hohen Gewichts und der großen Maße lässt sich der Dark Rock Pro2 recht einfach montieren. Backplate montieren, vier Schrauben daran fixieren und schon kann der Koloss an der anderen Seite festgeschraubt werden. Fertig! Be quiet! hat sich hier ein wirklich sehr überzeugendes Montagekonzept einfallen lassen. Lediglich beim Arbeitsspeicher muss man aufpassen, dass man hier nicht mit dem Lüfter oder Kühlkörper des Dark Rock Pro 2 kollidiert.

Technische Daten:

  • Gesamtabmessungen ohne Montagematerial (L x B x H): 147 x 138 x 166 mm
  • Gesamtgewicht: 1.25 kg
  • Arbeitsbereich: 220 W
  • Sockelkompatibilität: Intel: LGA 775 / LGA 1155 / LGA 1156 / LGA 1366 / LGA 2011 AMD: FM1, AM2 (+) / AM3 (+) / 754/ 939 / 940
  • Backplate-Montage
  • Lüfter-Modell: 1 x SilentWings PWM 120mm + 1 x SilentWings PWM 135mm
  • Antivibrations-Lüfterbefestigung
  • Gesamtlautstärke @ 900/1250/100% (U/min): 13.50 / 19.80 / 26.40 dB

be quiet! Shadow Rock Topflow:

Ähnlich wie der große Bruder kommt das Topflow-Pendant von be quiet! daher. Auch das mitgelieferte Zubehör ist identisch. Trotz der geringen Ausmaße im Vergleich zum Dark Rock Pro 2, weiß auch der Shadow Rock dank des vormontierten 135 mm-Lüfters sich ins rechte Licht zu rücken. Hier sind es vier Heatpipes, die die Wärme von der glänzend polierten Bodenplatte zu den Lamellen transportieren. Grundsätzlich haben Topflow-Kühler den netten Nebeneffekt, weitere Komponenten mit zu kühlen. So profitieren Mainboard und Arbeitsspeicher von dem Luftzug des 135 mm-Lüfters. Ein weiterer Vorteil von Kühlern dieser Bauart ist neben der größeren Kompatibilität zu höheren Arbeitsspeichermodulen zusätzlich die Kompatibilität zu kleineren Gehäusen, da der Shadow Rock eine Bauhöhe von „nur“ 126 mm hat. Doch trotz der vielen genannten Vorteile gegenüber den Tower-Kühler, haben die Topflow-Kühler natürlich einen entscheidenden Nachteil: die geringere Kühlleistung. Doch dazu dann später mehr in den Messergebnissen.

Die Installation des Shadow Rocks ist gleichermaßen einfach wie beim Dark Rock Pro 2. Schließlich handelt es sich ja auch um die exakt gleiche Vorgehensweise bei der Montage.

Technische Daten:

  • Gesamtabmessungen ohne Montagematerial (L x B x H): 171 x 137 x 126 mm
  • Gesamtgewicht: 0.65 kg
  • Arbeitsbereich: 160 W
  • Sockelkompatibilität: Intel: LGA 2011 / 775 / 1155 / 1156 / 1366 / AMD: AM2(+) , AM3(+) / 754 / 939 / 940 / FM1
  • Backplate-Montage
  • Lüfter-Modell, Anzahl Shadow Wings PWM 135mm
  • Antivibrations-Lüfterbefestigung
  • Gesamtlautstärke @ 900/1250/100% (U/min)9.60 / 15.9 / 24.4

Thermaltake Frio Extreme:

Der Frio Extreme ist das aktuelle Flaggschiff bei Thermaltake im Luftkühlungssegment. Entsprechend hoch sind unsere Erwartungen. Die Verpackung ist demgegenüber ziemlich schlicht gehalten. Doch ausgepackt kommen uns geballte 1,23 kg entgegen. Zwei 140 mm Lüfter und sechs Heatpipes sollen dem Frio Extreme bei der Abfuhr der Wärme helfen. Der komplett in Silber gehaltene Doppelturm Kühler wirkt von der Verarbeitung leider nicht so hochwertig wie die be quiet!-Konkurrenz. Gleiches gilt für die beiden Lüfter. Beim Zubehör legt Thermaltake einen manuellen Lüfterregler mit bei, mit dem man beide Lüfter gleichzeitig ansteuern kann. Alle nötigen Schrauben und Montagematerialien sind äußerst ansprechend in einem kleinen Karton vorsortiert.

Die Montage ist ähnlich wie bei der Konkurrenz mittels Backplate. Jedoch wird der Kühler nicht direkt verschraubt, sondern mit einer Querverstrebung an die CPU gepresst. Doch trotz kompletten Anziehens der Schrauben ließ sich der Kühler leider nicht absolut fest auf den Sockel schrauben. Folglich konnte man den Kühler per Hand noch leicht bewegen. Hier sollte nachgebessert werden, um einen besseren Anpressdruck zu gewährleisten.

Technische Daten:

  • Zwei Kühlkörper im Turmdesign erhöhen die Fläche zur Wärmeableitung
  • 6 x 6mm Heat-Pipes beschleunigen die Wärmeableitung
  • Spiegelglatte Kontaktfläche aus Kupfer.
  • Premium Wärmeleitpaste garantiert eine perfekte Ableitung der Wärme vom Prozessor.
  • Zwei 14cm hocheffiziente Lüfter mit einer Geschwindigkeit von 1,200 bis 1,800 U/min.
  • Kombination aus PWM und manueller Steuerung.
  • Werkzeugfreie einfache Installation ermöglichen ein schnelles Setup des Systems.
  • All-in-One Montageplatte, Unterstützt alle aktuellen Intel und AMD Prozessoren
  • Universeller Montagesatz für : Intel: LGA 2011, 1366, 1155, 1156, 775 AMD: FM1, AM3+, AM3, AM2+, AM2
  • Gewicht: 1,23 kg
  • Maße: 148.2(L) x 151(W) x 160(H) mm (2 Fans)

Testverfahren und Messwerte:

Wir haben bei jedem Kühler die selbe hochwertige Wärmeleitpaste, die Prolimatech PK-1, benutzt. Die Temperaturen werden mittels der aktuellesten Version von CoreTemp ausgelesen. Unter „Idle“ ist der lastlose Betrieb unter Windows gemeint, unter Last die volle Belastung der CPU mit Hilfe des Programms „prime95“. Jeder Kühler musste drei Testdurchläufe à 30min durchlaufen. Dabei wurde jeweils eine andere Lüftergeschwindigkeit gewählt.
Die Lautstärke haben wir mit einem einfachen Dezibelmesser ermittelt.

Unser Testsystem:

  • Intel i5-2500k @ 4.3GHz @ 1.32V
  • Asus P8Z68-V Pro
  • 8GB DDR3-1333
  • AMD HD6950
  • 650W 80 Plus Gold

Kommen wir aber nun endlich zu den Messwerten …

Der Be Quiet Dark Rock Pro 2 zeigte sich während des Tests von seiner besten Seite. Die beiden Lüfter verrichteten sehr gute Arbeit und waren lediglich bei 1500 U/min aus dem System herauszuhören. Die brachiale Kühlleistung in Kombination mit der geringen Lautstärke ist wirklich beeindruckend.

Dass die Kühlergebnisse des Shadow Rock Topflow's weniger gut ausfallen im Test, haben wir ja vorher prognostiziert. Aufgrund der Topflow-Bauweise kann man wohl kaum mehr herausholen. Doch trotzdem schaffte es der Kühler unsere übertaktetet CPU noch ausreichend zu Kühlen und war dabei auch sehr leise. Sogar noch einen Tick leiser als der große Bruder. Nicht zu vergessen, dass Mainboard und Arbeitsspeicher hier vom Luftstrom profitieren.

Der Frio Extreme von Thermaltake zeigte in den Tests zwar eine gute Kühlleistung, erkaufte dies aber durch ein ziemlich störendes Betriebsgeräusch. Farblich durchaus ansprechend, aber nicht vollends überzeugend aufgrund der Lautstärke.
*Anmerkung: Die Lüfter ließen sich nicht unter 1200 U/min regeln. Daher haben wir lediglich die 1500 U/min zum direkten Vergleich.

Hier noch unser bisheriger Referenzkühler zum Vergleich mit den anderen drei Probanden.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die beiden Be Quiet! Kühler uns mehr überzeugt haben. Sie kühlen beide ihren Ansprüchen entsprechend sehr gut und bleiben dabei wirklich leise. Der Frio hat zwar eine ähnlich gute Kühlleistung, wie der Dark Rock Pro 2, muss sich aber aufgrund der weitaus höheren Lautstärke geschlagen geben.

Fazit:

Die Messwerte sprechen eine eindeutige Sprache. Alle drei Kühler im Test können unsere CPU gut genug kühlen. Dabei sind die beiden Doppelturm-Kühler von Be Quiet! und Thermaltake natürlich klar im Vorteil. Letzterer verweist sich aber wegen der beiden lauten 140 mm Lüfter selber ins Abseits. Wer also einen Leisetreter mit einer sehr potenten Kühlleistung sucht, ist mit dem Dark Rock Pro 2 bestens bedient, sofern man natürlich auch bereit ist aktuell ca. 66¤ zu investieren. Für den schmaleren Geldbeutel (auch für das schmalere Gehäuse) und weniger Anspruch an brachiale Kühlleistung, aber dennoch ohne Verzicht auf Qualität ist der Be Quiet! Shadow Rock Topflow zu empfehlen. Der Thermaltake Frio Extreme wird mit aktuell knapp 68¤ wohl eher nur Freunde der Extreme oder der Optik überzeugen können.

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