Entertainment für das Wohnzimmer

HTPC-Empfehlungen der HardwareSchotten

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Kurz und Knapp

  • optimale HTPCs für das Wohnzimmer
  • drei Beispielsysteme für den Einstieg, Mittelklasse und Highend
  • Teilweise auch zum Wohnzimmer-Gaming-PC, Konsolenersatz, nutzbar
  • Gehäuse passen perfekt ins HiFi-Regal

Wer seine Film-, Foto- und Musiksammlung gerne direkt im Wohnzimmer haben und diese direkt am TV abspielen möchte, für den ist ein Home Theater PC, kurz HTPC, optimal. Es handelt sich dabei um einen vollwertigen PC, mit dem man je nach technischer Ausstattung auch die Spiele-Konsole ersetzen kann. Dank der immer kompakter werdenden Technik sind solche praktischen Wohnzimmer-PCs mittlerweile erschwinglich und kaum teurer als normale Computer. Wir haben in unserer Kaufberatung drei Systemvorschläge erstellt und sagen euch zudem, worauf ihr bei einer Zusammenstellung achten müsst und welche Betriebssystem bzw. Programme zu empfehlen sind.

Quelle: origenae.co.kr HTPC-Empfehlungen der HardwareSchotten

Was gilt es zu beachten?

Wie auch bei normalen PCs muss man bei HTPCs auf die Kompatibilität der einzelnen Komponenten achten - dies jedoch bei deutlich geringeren Gehäusemaßen. Soll es ein mini-ITX-System werden, schränkt das die Mainboard- und CPU-Kühler-Auswahl deutlich ein. Auch die Anzahl an gebotenen Laufwerkslots ist hier geringer und man sollte auf eine ausreichende Kühlung achten, da aufgrund des mangelnden Platzes kaum große Luftumwälzungen im Gehäuse möglich sind. Gleichzeitig sollte man zu leisen Komponenten greifen - schließlich steht der HTPC meist im Wohnzimmer und man will während des Filmschauens nicht von lauten Lüftern oder Festplatten gestört werden. Damit der Kühler die CPU besser kühlen kann und zudem leise arbeitet, ist es von Vorteil sich für einen stromsparenden Prozessor zu entscheiden. Bei unserem System-Vorschlägen haben wir daher CPUs mit maximal 65 Watt Verlustleistung gewählt.

Bei der Wahl des CPU-Kühlers gilt es nicht nur auf den passenden Sockel zu achten, sondern auch die maximale Kühlerhöhe einzuhalten. Diese sollte im Idealfall etwa einen Zentimeter unter der vom Hersteller vorgegebenen Höhe liegen, sodass die hier vornehmlich vorhandenen Top-Blow-Kühler, also Kühler deren Lüfter auf dem Kühlkörper sitzen und nach unten blasen, genügend „Luft” bekommen. Wie leise die CPU-Kühler sind, geben die Hersteller zwar oft an, jedoch sind diese Angaben nicht immer aussagekräftig, da es keine standardisierten Messverfahren gibt. Erfahrungsberichte und Tests geben hier aufschlussreichere Hinweise. Gleiches gilt natürlich für die anderen Komponenten.

Beim Einbau ist es zu empfehlen genau die Anleitung des Gehäuses zu studieren und das Mainboard mit CPU, Kühler und RAM vor dem Einbau in das Gehäuse zu montieren. Anschließend können dann Netzteil und Laufwerke eingebaut und verbunden werden. Je nach Gehäuse muss man ebenfalls beim Mainboard und Netzteil den richtigen Formfaktor beachten. Gehäuse, die Mainboards bis zum ATX-Format unterstützen, erlauben auch das Verbauen von kleineren Formaten. Beim Netzteil passt in kleinere mini-ITX-Gehäuse oft nur noch ein SFX-Netzteil - manchmal sind Netzteile sogar bereits integriert. Wer zudem noch ein optisches Laufwerk einbauen möchte, sollte ein Gehäuse mit einem externen 5,25''-Slot wählen.

Mittlerweile haben viele CPUs eine Grafikeinheit mit an Bord. Diese reichen von der Leistung her auf jeden Fall für das Betrachten von FullHD-Videos. Wer jedoch auch das ein oder andere Spiel am TV spielen möchte, muss dem HTPC eine separate Grafikkarte spendieren, die wieder je nach Gehäuse vielleicht nur einen Slot einnehmen darf und/oder im Low-Profile-Format sein muss.

Damit der Klang auch stimmt, sollte man ein PC-Boxensystem oder besser, den HTPC an eine Anlage anschließen. Je nach gebotenen Anschlüssen geht dies über Klinkenanschlüsse oder digitale Ausgänge.

HTPC-Vorschläge

Unsere Empfehlungen sind selbstverständlich auf Kompatibilität der einzelnen Komponenten untereinander geprüft. Da es sich um vollwertige HTPCs handelt, die auch zum Anschluss an den TV und zum Filme-Schauen geeignet sein sollen, verfügen sie allesamt über einen HDMI-Ausgang und ein Bluray-Laufwerk. Zum Verbinden ins Internet befindet sich stets ein LAN-Anschluss am Mainboard. Für die audiotechnische Untermalung verfügen die Mainboards über Onboard-Soundkarten mit Klinkenausgang.

Einsteiger-System

Dass ein schneller HTPC nicht teuer sein muss, beweist unser Einsteiger-System. Für unter 400 Euro bekommt man einen FullHD-tauglichen Home Theater PC in einem 21 x 6,5 x 22 cm (B x H x T) messenden Gehäuse in schlichter Optik. Der Intel Pentium G4560 besitzt eine interne Grafikeinheit und insgesamt zwei Kerne mit Hyperthreading und einen Takt von 3,5GHz GHz Takt. Dank Slim-Line-Bluraybrenner ist das Abspielen und sogar Brennen von Blurays, DVDs und CDs kein Problem. Für den Anschluss des optischen Laufwerks ist dieses Adapterkabel zwingend erforderlich. Die 240 Gigabyte große SSD ist zudem absolut leise und performant. Die einzigen Geräuschquellen sind somit der Boxed-CPU-Kühler und das optische Laufwerk. Die Erweiterbarkeit des Systems ist sehr beschränkt, da aufgrund des geringen Platzes kein weiteres Laufwerk einbaubar ist. Es lassen sich jedoch eine kleine interne M.2-SSD und weitere externe Geräte per USB anschließen.

Quelle: lc-power.cm

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Mittelklasse-System

Ähnlich schnell ist das Mittelklasse-System für knapp 500 Euro mit dem gleichen Intel Pentium. Jedoch alles in einem größerem Gehäuse. Somit hat man ausreichend Platz für weitere Festplatten. Für ordentlich Dampf im Betriebssystem und in Programmen sorgt eine 275-GB-SSD. Dank des HTPC-Gehäuses von Silverstone, dem Grandia GD10 mit den Maßen 44 x 17 x 36 cm lässt sich sogar eine Gaming-Grafikkarte einbauen, falls der HTPC nicht nur zum Filme schauen, sondern auch zum Spielen genutzt werden soll. In diesem Fall wäre eine Nvidia GTX 1050 zu empfehlen, da diese bei äußerst geringem Stromverbrauch eine ordentliche Spieleleistung liefert. Auch eine separate Soundkarte lässt sich problemlos nachrüsten.

Quelle: silverstonetek.com

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Highend-System

Unser Highend-System-Vorschlag besticht durch das sehr elegante Silverstone Milo ML02 Gehäuse mitsamt iMON-VF-Display und Fernbedienung. Kaum von einem normalen Hi-Fi Baustein zu unterscheiden, passt dieser HTPC perfekt ins Wohnzimmer. Nicht nur das Gehäuse, sondern auch die Ausstattung kann sich mehr als sehen lassen. Eine platzsparende M.2-SSD mit 525GB Speicher, acht Gigabyte DDR4-RAM und ein schneller, stromsparender Intel Core-i5 machen den HTPC zur Entertainment-Maschine - gekühlt vom leisen Noctua NH-L9i. Trotz der kompakten Maße von ca 40 x 37,5 x 8,2 cm (B x T x H) bietet der HTPC noch Aufrüstmöglichkeiten - dank zusätzlicher PCI-Riser-Cards sogar eine kleine Grafikkarte für Spiele.

Quelle: silverstonetek.com

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Grundsätzlich sind unsere Empfehlungen nur Beispiele, die natürlich nach eigenen Wünschen abgeändert werden können.

Sinnvolle Erweiterungen

Beim Erweitern gilt es zu beachten, dass in vielen HTPC-Gehäusen aufgrund des Platzmangels nur bestimmte Formate passen. So zum Beispiel wird bei Steckkarten oft das Low-Profile-Format vorausgesetzt. Wer den neuen HTPC nicht mehr über ein LAN-Kabel, sondern kabellos per WLAN ins Internet verbinden lassen will, muss entweder ein Mainboard mit integriertem WLAN-Modul nehmen oder mit einer zusätzlichen WLAN-Karte oder WLAN-Stick nachrüsten. Gleiches gilt für stärkere Grafikkarten. Um den digitalen Klang an die Anlage weiterzuleiten, kann man entweder das Audiosignal vom HDMI-Anschluss durch einen verbundenen Receiver abgreifen oder man muss eine separate Soundkarte einbauen, sofern das Mainboard lediglich über analoge Anschlüsse verfügt. Ist keine interne Lösung möglich, kann man auch zu einer externen Soundkarte greifen.

Als Monitor ist der TV vorgesehen, welcher via HDMI verbunden wird. Zur Bedienung werden jedoch zusätzlich Eingabegeräte wie Maus und Tastatur benötigt. Zu empfehlen sind hier Geräte, die kabellos per Funk funktionieren. So kann man bequem alles vom Sofa aus steuern. Dafür gibt es sogenannte wireless Desktops-Sets, die sowohl Maus als auch Tastatur beinhalten. Alternativ bieten sich auch Tastaturen mit integrierten Touch-Pads zur Steuerung an.

Software

Als Betriebssystem ist es am einfachsten Windows 10 zu nutzen. Außerdem sollte man eine Software kaufen, die das Abspielen von Filme-Blurays unterstützt. Natürlich kann man auch zu kostenlosen Alternativ-Software wie Kodi oder Mediaportal greifen, muss dann aber in Kauf nehmen, dass nur unverschlüsselte Blurays abgespielt werden können. Dafür sind diese Open-Source-Programme auf HTPCs spezialisiert, wie erwähnt ohne weitere Kosten verbunden und die Auswahl an zusätzlichen Plugins ist riesig.

Alternativen

Kostengünstigere Alternativen zu HTPCs allerdings mit deutlich geringerem Funktionsumfang sind zum Beispiel kompakte Mediaplayer, wie der Amazon Fire TV oder AppleTV. Aber auch viele Bluray-Player bieten Features wie Abspielen von Filmen von USB-Festplatten. Zudem gibt es noch sogenannte Stick-PCs, die man direkt per HDMI mit dem Fernseher verbinden kann. Diese bieten aber keinerlei Erweiterungsmöglichkeiten und Verbindungsports an, wodurch deren Funktionen sehr eingeschränkt sind. Wer jedoch auf jeden Fall auf einen Wohnzimmer-PC mit Windows 10 nicht verzichten möchte, kommt an einen HTPC nicht vorbei.

Gibt es Fragen zu den System-Vorschlägen, oder Du bist Dir nicht sicher, ob Deine Zusammenstellung passt? Dann schreibe einen Kommentar.

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