Aktuelle Action-Camcorder im Überblick

Bessere Cams als die GoPro Hero?

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Bessere Cams als die GoPro Hero?

Als 2007 in den USA die GoPro Hero auf den Markt kam, nahm die Erfolgsgeschichte der digitalen Outdoor-Camcorder seinen Lauf. Von nun an hatte man für jeglich erdenkliche Einsatzzwecke die Action-Cam stets griffbereit, welche geschützt gegen Erschütterungen, Umwelteinflüsse und Witterungsbedingungen stets ihre Arbeit verrichtete. Durch die schlichte Konstruktion sind sie äußerst robust und machen fast jeden Spaß mit. Nicht zuletzt die umfangreichen Zubehörprogramme machen die Action-Cams zum Verkaufshit.

Seit der Einführung 2007 hat sich einiges getan - vor allem technisch. Beispielsweise gibt es nun auch Geräte die Videos bis hin zur 4k-Auflösung aufnehmen können. Einst ein Nischenprodukt bieten nun immer mehr Hersteller aufgrund stetiger Beliebtheit Action-Camcorder in ihrem Portfolio an.

Wichtige Eigenschaften von Action-Cams

Actions-Cams sind im Vergleich zu normalen Camcordern kleiner, robuster und dadurch vielseitiger einsetzbar, in denen Weitwinkel-Objektive mit fester Brennweite verbaut sind. Diese sorgen dafür, dass die kleinen Filmmaschinen ein möglichst großes Panorama aufnehmen können. Gerade Linien wirken dadurch oft verzerrt bzw. gebogen, machen die Videos aber lebendiger.

Besonders das vielseitige Zubehör macht die kleinen Cams attraktiv für Youtube-Filmer. In kaum einer Extremsportart sind sie noch wegzudenken - ob nun beim Surfen, Climbing, Paragliding, Canyoning oder beim Mountainbiking. Die kleinen Action-Cams liefern lebendige und meist detailreiche Videos, benötigen kaum Platz, sind dank diversen Halterungen und Schutzgehäusen einfach und fast überall zu montieren, sowie allwettertauglich. Einziges Manko ist die eher dürftige Tonaufnahmequalität, die sich aber mittels separat anschließbarem Mikrofon, sofern unterstützt, optimieren lässt.

Worauf muss man achten?

Action-Cams setzen auf digitale Videotechnik, die entsprechend das Film- bzw. Bildmaterial digital auf Speicherkarten, meist auf microSD-Karten, ablegt. Jedoch gehört eine solche Speicherkarte nicht immer zum Lieferumfang. Folglich sollte man sich vor dem Kauf informieren, ob man eine Speicherkarte dazukaufen muss und welches Format diese haben muss.

Entscheidend für flüssige Filme ist die Datenrate einer Videokamera. Je höher diese ist, desto schöner, ruckelfreier und detailreicher sind die Videos. Action-Cams mit bis zu 50 MBit/s gibt es derzeit auf dem Markt. Doch diese hohen Datenraten lassen sich nur nutzen, wenn man auch eine entsprechende Speicherkarten einlegt, die diese 50 MBit/s ebenfalls unterstützen.

NIcht weniger wichtig ist die gebotene Auflösung. Diese hat direkt Auswirkung auf den Detailgrad. Einige Geräte bieten hier sogar schon die neue 4k-Auflösung an. Aufgrund der Kompaktheit und des teilweise günstigen Preises sollte man jedoch keine Wunder erwarten. An die Bildqualität von großen, teuren Camcordern kommen die Action-Cams nicht heran. Vor allem bezüglich Bildstabilität und Lichtempfindlichkeit können sie nicht mithalten - wobei ersteres oft garnicht gebraucht oder gewollt ist. Videos ohne Bildstabilisator wirken wesentlich actionreicher und vermitteln einem mehr das Gefühl mittendrin zu sein.

Oft werden mehrere Versionen bzw. Editionen eines Kameramodells angeboten. So gibt es häufig neben der Standardausführung ein Kit zum Ski- oder Radfahren, Klettern, Surfen, Tauchen oder mit allgemeinem Outdoor-Zubehör. Die Akkulaufzeiten der kleinen, handlichen Kameras betragen im Normalfall kaum mehr als zwei Stunden. Sofern man längere Aufnahmen plant, sollte man sich einen Zusatzakku anschaffen.

Kaufempfehlungen

Die Stiftung Warentest hat in der aktuellen August-Ausgabe (8/2014) gleich zwölf Action-Cams auf Herz und Nieren überprüft. Dabei wurden die Actions-Cams nach den gleichen Kriterien wie bei den Tests von vollwertigen Camcordern bewertet. Etwas überraschend landete dabei der Markenprimus GoPro Hero3+ mit der Black und der Silver Edition auf den Plätzen 4 und 5. Testsieger wurde die Sony HDR-AS100V, die als einzige Action-Cam bei der Video-Bewertung mit „Gut” ausgezeichnet wurde und letzen Endes mit der Note 2,7 den Gesamtsieg einfuhr. Ausschlaggebend dafür war unter anderem der Detailreichtum bei hohen Auflösungen und die im Testfeld unerreicht hohe Datenrate von 50 MBit/s. Ein GPS-Empfänger, WLAN mitsamt NFC und das umfangreiche Zubehörprogramm runden das positive Gesamtpaket ab. Angeboten wird die HDR-AS100V in vielen verschiedenen Ausführungen beginnend bei einem Kaufpreis von 255 Euro für das Standardmodell.

Knapp dahinter konnten die Garmin Virb Elite und Garmin Virb mit 2,8 bzw. 2,9 sich ebenfalls gegen die GoPro Hero3+ durchsetzen. Die beiden Modelle unterscheiden sich lediglich bei der Ausstattung bezüglich WLAN und GPS, was jeweils nur bei der etwa 280 Euro teuren Virb Elite verfügbar ist und diese um fast 100 Euro teurer macht als das kleinere Modell, welches bereits ab 185 Euro zu bekommen ist . Bei beiden Varianten kann man mittels App per Smartphone oder Tablet mit der Action-Cam kommunizieren. Ansonsten sind die beiden Geräte baugleich, klein, handlich und bieten ein gutes Gesamtpaket. Lediglich die Tonaufnahmen durch das integrierte Mikrofon geben Anlass zur Kritik.

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Die Black Edition der GoPro Hero3+ bekam von der Stiftung Warentest ebenfalls eine 2,9 und muss sich somit knapp hinter den Garmin Action-Camcordern mit Platz vier zufrieden geben. Vor allem in Sachen Zubehör weiß der Marktführer zu glänzen. Videos und Fotos sind jeweils guter bis mittlerer Durchschnitt. Aufgrund der etwas schlechteren Videoqualität hat die Silver Edition der GoPro Hero3+ mit einer Note von 3,0 den fünften Platz eingefahren. Preislich geht es bei den beliebten Action-Cams bei 254 Euro für die Silver Edition los, die Black Edition startet abhängig von der Ausführung bei 324 Euro, womit diese zu den teuersten im Testfeld gehören.

Mit 224 Euro deutlich günstiger und sogar mit einem kleinen Monitor ausgestattet befindet sich knapp dahinter (Note 3,0) die Toshiba Camileo X-Sports. Käufer erhalten eine akzeptable Videoqualität gepaart mit eher mauem Ton und ein mitgeliefertes wasserdichtes Schutzgehäuse bis 60 Meter.

Nochmals günstiger und ebenfalls mit beiliegendem Unterwassergehäuse kommt die Rollei S-50 WiFi daher. Für 190 Euro bekommt man eine Action-Cam die Live-Streaming via WLAN und Wechselcover in vier verschiedenen Farben bietet. Die Datenrate von nur 14 MBit/s ist allerdings nicht ganz überzeugend.

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Auch lediglich 14 MBit/s sind es bei der GC-XA2 Adixxion von JVC. Eher mäßig wie auch die Gesamtnote von 3,3 sind Ton- und Fotoqualität. Etwas besser sieht es bei Video-Aufnahmen aus. Die 220 Euro teure Kamera kann man direkt ohne Gehäuse bis zu fünf Meter tief ins Wasser nehmen und Aufnahmen auf dem integrierten Monitor betrachten.

Die abgespeckte Version des Testsiegers, die Sony HDR-AS30V, konnte nur eine Note von 3,3 an Land ziehen. Grund ist die deutlich schwächere Aufnahmequalität bei Bildern, Videos und Ton im Vergleich zum Testsieger. Für knapp unter 160 Euro erhält man eine preisgünstige Action-Cam mitsamt beliegendem Schutzgehäuse für Wassertiefen bis 5 m und integrierte WLAN- NFC-Funktion.

Die Note 3,4 erhielt die Fantec BeastVision HD Wi-Fi. Positiv fiel hier hauptsächlich der sehr starke Akku (2 1/2 std. Laufzeit) auf - negativ die Datenrate von 12 MBit/s. Dazu eine schlechte Tonaufnahme. Allerdings erhält man für den Kaufpreis von 170 Euro viel Ausstattung: Selbstauslöser, Fernbedienung, Zusatzakku und ein Laser, der bei der Ausrichtung hilft.

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FANTEC BeastVision HD Wi-Fi

Den vorletzten Platz mit einer mäßigen 3,7 besetzt die ActionPro X7. Die optisch und namentlich der GoPro ähnelnde Action-Cam kann weniger überzeugen und zeigt Schwächen bei der Qualität der Video- und Filmaufnahmen. Der Ton ist sogar als mangelhaft bewertet worden. Pluspunkt: Laut dem bayerischem Hersteller hält das mitgelieferte Unterwassergehäuse bis zu 60 m dicht.

Dass Qualität seinen Preis hat, zeigt die Rollei S-30 WiFi. Für gerade einmal 100 Euro ist sie die preiswerteste Action-Cam im Testfeld - aber leider auch mit der Note 3,8 auf dem letzten Platz. Bild und Ton sind genauso unter dem Durchschnitt, wie die Datenrate von 13 MBit/s. App-Unterstützung mit Livebild zum Smartphone und eine Wasserdichtigkeit von bis zu zehn Metern können den schwachen Gesamteindruck nur ein wenig aufhellen. Wer allerdings nicht viel ausgeben möchte und auch nicht allzu viel erwartet, der wird mit der Rollei S-30 WiFi gut bedient sein.

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Alternativen zu Action-Cams

Neben den genannten zwölf Action-Camcordern gibt es noch eine Vielzahl von weiteren Produkten. Alle derzeit bei uns gelisteten Actions-Cams sind hier zu finden.

Wer vorrangig auf die Videoqualität setzt, sollte besser zu einem normalen Digital-Camcorder greifen. Diese sind allerdings deutlich größer und schwerer. Auch eine gute Möglichkeit sind kompakte Systemkameras, die ganz nebenbei noch hervorragende Fotos schießen. Sowohl für bestimmte Camcorder als auch für Systemkameras gibt es passende Halterungen oder Zubehörteile zum Beispiel für Unterwasseraufnahmen.

Zubehör

Schier grenzenlos ist die Auswahl beim Zubehör: Ob nun Halterungen für den Helm, für Fahrräder oder sogar für Hunde, dazu noch Teleskoparme oder Stative, Schutzgehäuse zum Tauchen, Transporttaschen etc. Genauere Informationen zu den verschiedenen Zubehörprogammen findet man auf der jeweiligen Herstellerseite der Action-Cam nachschauen. Für die beliebte GoPro Hero gibt es zudem jede Menge Zubehör von Fremdherstellern.

Welche Funktionen sind euch bei einer Action-Cam wichtig?

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