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Intel: Skylake Prozessoren und Z170-Mainboards für den neuen Sockel 1151

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Quelle: intel.com Intel: Skylake Prozessoren und Z170-Mainboards für den neuen Sockel 1151

Skylake-Prozessoren

Nun ist es endlich soweit: die neuen Skylake-Prozessoren für den Sockel 1151 sind da. Dabei startet Intel erst einmal mit zwei Modellen - und zwar mit den beiden Flaggschiffen, dem Intel Core i7-6700k und i5-6600k. Wie bereits von den Vorserien bekannt, steht das k dabei für einen freien Multiplikator. Soll heißen, dass man auch diese Varianten wieder zum Übertakten nutzen kann. Dass Intel gleich mit den beiden Topmodellen an den Start geht, zeigt, dass die Ausbeute für die besonders hochwertigen Chips sehr gut sein muss. Zudem will man sich aber auch der Käuferschicht zuwenden, die meist als erste das Schnellste und Beste haben will: den Spielern und Enthusiasten.

Was bringen die neuen Skylake-CPUs?

Die Prozessoren für den neuen Sockel 1151 sind, wie schon die Broadwell-CPUs , in 14-nm-Technik gefertigt. Wer nun davon ausgeht, dass man der Haswell-Serie in Sachen Stromverbrauch weit voraus ist, der ist im Irrtum. Mit 91 Watt verbrauchen die neuen Modelle laut Herstellerangaben drei Watt mehr als die Haswell-Vorgänger. Beim Basis-Takt setzt man jedoch auf altbewährtes: Der Core i7-6700k taktet wie auch der Core i7-4790k mit 4 GHz, wird jedoch im Turbo-Modus um 200 MHz beschnitten und kommt somit auf maximal 4,2 GHz unter Last. Die Anzahl der Kerne und Threads belaufen sich auf gewohnte vier bzw. acht, der Level-3-Cache umfasst weiterhin 8 MB. Noch ähnlicher sind die Werte des Core i5-6600k im Vergleich zum Core i5-4690k. Beide takten im Basis-Modus mit 3,5 GHz und beschleunigen maximal auf 3,9 GHz. Die vier Kerne und vier Thread bleiben i5-typisch gleich. Trotz der sehr ähnlichen Grundwerte können sich die neuen Skylake-Prozessoren im Test teilweise deutlich von den Vorgängern absetzen. Dies ist wohl auf die neue effizientere 14-nm-Architektur zurückzuführen.

Interne Grafik und DDR4

Der integrierte Grafikchip hört auf den Namen Intel HD Graphics 530 (GT4e) und soll um einiges schneller sein, als vorangegangene Modelle. Dank satten 72 Execution Units und integriertem Grafikspeicher soll die Leistung um bis zu 50 Prozent gesteigert werden. Zudem wird DirectX 12, OpenGL 4.4, OpenCL 2.0 und die Wiedergabe von 4K/UHD-Inhalten bei 60 Hz via Displayport und HDMI 2.0 unterstützt - wobei hier die entsprechenden Anschlüsse am Mainboard nötig sind. Aber nicht nur an der Grafikschraube wurde kräftig gedreht. Nach der Haswell-E-Serie , die als erste und bisher einzige Serie mit dem neuen DDR4-Arbeitsspeicher arbeitet, folgt mit der Skylake-Plattform nun endlich eine Mainstream-Plattform mit DDR4-Support - wobei abhängig vom Mainboard auch weiterhin DDR3-RAM unterstützt wird.

Preislich ordnen sich die beiden neuen Skylake-Prozessoren oberhalb der Broadwell- und Haswell-Modelle ein. Für den Intel Core i7-6700k werden aktuell ca. 370 Euro veranschlagt, für den Core i5-6600k mit 260 Euro mehr als 100 Euro weniger. Die Verfügbarkeit ist seit dem Start am 5. August bereits sehr gut. Beide Modelle werden zudem als Tray-Variante angeboten - ohne zusätzlichem Kühler und mit einer reduzierten Garantie.

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Hier noch die wichtigsten Daten der neuen Skylake-CPUs im Vergleich zu den Broadwell- und Haswell-Vorgängern.

Intel Core CPUsi7-6700ki5-6600ki7-5775Ci5-5675Ci7-4790ki5-4690k
Name Skylake Skylake Broadwell Broadwell Haswell Haswell
Sockel 1151 1151 1150 1150 1150 1150
CPU Takt (GHz) 4,0 - 4,2 3,5 - 3,9 3,3 - 3,7 3,1 - 3,6 4,0 - 4,4 3,5 - 3,9
Kerne / Threads 4 / 8 4 / 4 4 / 8 4 / 4 4 / 8 4 / 4
L3-Cache (MB) 8 6 6 + 128 L4 4 + 128 L4 8 6
Speicher DDR3-1600
DDR4-2133
DDR3-1600
DDR4-2133
DDR3-1600 DDR3-1600 DDR3-1600 DDR3-1600
TDP (Watt) 91 91 65 65 88 88
Preise INTEL Core i7-6700K Box (BX80662I76700K) Preisvergleich INTEL Core i5-6600K Box (BX80662I56600K) Preisvergleich INTEL Core i7-5775C Box (BX80658I75775C) Preisvergleich INTEL Core i5-5675C Box (BX80658I55675C) Preisvergleich INTEL Core i7-4790K Devils Canyon (BX80646I74790K) Preisvergleich INTEL Core i5-4690K Devils Canyon (BX80646I54690K) Preisvergleich

Die neuen Z170-Mainboards

Passend zu den neuen Prozessoren hat Intel den neuen Z170-Mainboard-Chipsatz für den Sockel 1151 vorgestellt. Auch wenn die neuen CPUs nur einen Pin mehr besitzen, sind diese nicht zum Sockel 1150 kompatibel - und andersrum. Dafür jedoch die meisten CPU-Kühler, da die Bohrungen zur Befestigung der Kühler sich nicht verändert haben.

Was ist neu beim Z170-Chipsatz?

Doch wieso überhaupt ein neuer Sockel? Ganz einfach: Mit dem Sockel 1151 und dem Z170-Chipsatz gibt es nun endlich auch DDR4-Support für die Mittelklasse. Was bisher nur der Serverklasse, dem Sockel 2011-3, vorenthalten war, gibt es jetzt auch für Normalnutzer. Der Speichercontroller auf den Z170-Mainboards unterstützt neben den sparsamen DDR3L-1600-Arbeitsspeicherriegeln nun auch DDR4-2133. Im Vergleich zu DDR3 sind die Taktraten bei niedriger Spannung deutlich höher. So gibt es beispielsweise bereits DDR4-Kits mit bis zu 3200 MHz im Handel. Laut Testergebnissen bringt dies in Benchmarks allerdings nur etwa fünf Prozent mehr Leistung im Vergleich zu 2133er-RAM.

Mehr Lanes = Mehr Bandbreite

Auch neu, und in Zeiten von Multi-GPU-Systemen, M.2-Slots und USB-3.1-Ports, sind die Neuerungen bezüglich der PCIe-3.0-Anbindung und dessen Übertragungsgeschwindigkeit. Dank des neuen „Platform Controller Hub” und dessen schnellerer Anbindung an den Prozessor beträgt die Übertragungsgeschwindigkeit anstatt bisher 2 GB/s nun 4 GB/s. Zudem sind anstelle der bisher üblichen acht Lanes bei den neuen Mainboards nun 20 Lanes integriert, wodurch vor allem für die einzelnen USB-3.1-Ports, M.2- und PCIe-3.0-Slots mehr Bandbreite bereitsteht.

Wer nun denkt, dass all diese Neuerungen ins Geld gehen werden, der täuscht sich. Aktuell sind bereits mehr als dreißig Z170-Mainboards in unserem Preisvergleich gelistet. Die Preise starten schon bei knapp über 100 Euro. Dabei ist das Asus Z170-P D3 das derzeit einzige Mainboard, das noch den alten DDR3-Speicher unterstützt. Weiterhin sind ebenfalls Mainboards im kleineren µATX- oder im noch kleineren Mini-ITX-Format zu finden.

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ASROCK Fatal1ty Z170 Gaming K6 (90-MXGYQ0-A0UAYZ)

Hier findet ihr alle bei uns gelisteten Z170-Mainboards.

Werdet ihr auf die Skylake-Plattform aufrüsten?

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3 Kommentare

  1. Rider am 24.8.2015
    Klar !
    Meine Kiste ist noch von 2008,und noch dieses Jahr werde ich mir n komplett neuen Rechner zusammenbauen.
    Ich hab extra lange gewartet,jetzt mit den doppelt so schnellen Schnittstellen machts erst Recht Sinn.
  2. Der_Rico am 5.12.2015
    Ähnliches bei mir. Hab noch ein altes Sockel 775-System, dass nun endlich ein grundlegendes Upgrade erfahren wird. Freue mich schon darauf zu sehen, wie die Kiste mit SATAIII-SSDs und DDR4 abhebt. ;o)
  3. brickT0P Artikel-Autor am 5.12.2015
    Noch besser wäre es da doch die deutlich höhere Bandbreite von Skylake-Boards auszureizen und eine M.2-SSD mit PCIe-Anbindung zu nutzen ;)
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