Speicherplatz satt - NAS für zuhause

Kaufberatung NAS-Systeme

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Achtung: Dieser Artikel ist nicht mehr aktuell. Hier findest du unsere regelmäßig aktualisierten Empfehlungen für NAS-Server für zu Hause!

Quelle: pixabay.com Kaufberatung NAS-Systeme

Bis vor einigen Jahren wurden NAS-Server hauptsächlich innerhalb von Arbeitsgruppen eingesetzt, um allen Kollegen Zugriff auf gemeinsam genutzte Dokumente zu gewähren und Daten generell an einem zentralen Ort im Netzwerk abzulegen, um so dem komplizierten Backup jedes einzelnen Arbeitsplatzrechners zu entgehen. Die Vorteile des „netzwerk-verbundenen Speichers“, wie man NAS ins Deutsche übersetzen könnte, wurde Privatanwendern in den letzten Jahren vor allem von Anbietern von Clouddiensten im Internet, wie z.B. Dropbox, Skydrive oder GMX Mediacenter, nahegebracht. Viele Anwender haben jedoch Bedenken ihre Daten auf fremden Servern, die häufig sogar im Ausland stehen und daher nicht deutschem Recht unterliegen, abzulegen. Die heute erhältlichen NAS-Systeme bilden die Funktionalität solcher Dienste nicht nur nach, sondern gehen sogar häufig noch darüber hinaus.

Auswahl eines passenden NAS-Systems

Die Einsatzzwecke eines NAS-Systems können vielfältig sein: Backups der verschiedenen zuhause genutzten Rechner, zentraler Speicherort für Musik und Videos im Haushalt oder auch Zugriff auf wichtige Dateien von unterwegs über das Internet gehören zu den beliebtesten Anwendungen. Vor dem Kauf sollte man also zunächst den eigenen Bedarf feststellen. Welche Funktionalität soll der eigene NAS-Server bieten? Einige Geräte können einen angeschlossenen Drucker im Netzwerk verfügbar machen, andere zeichnen das Programm eines angeschlossenen DVB-T-Sticks auf und können das laufende Programm sogar über das Netzwerk streamen.

Als nächstes ist der Bedarf an Speicherkapazität zu ermitteln. Wenn auf dem NAS Backups abgelegt werden sollen, muss die Speicherkapazität des NAS-Servers natürlich die Summe der zu sichernden Laufwerke überschreiten. Auch die Größe der eigenen Mediensammlung muss berücksichtigt werden, wenn Musik, Videos und Fotos auf dem NAS zur Verfügung stehen sollen. NAS-Systeme können entweder komplett mit eingebauten Festplatten erworben werden oder als NAS-Gehäuse, in die man dann selbst Festplatten nach Wahl einbauen kann. Die zweite Alternative bietet den Vorteil, dass man genau weiß, was für eine Festplatte im NAS werkelt, zudem gestaltet sich ein späterer Austausch beziehungsweise die Erweiterung der Kapazität leichter.

Empfehlenswerte Festplatten für ein NAS

Da es derzeit Festplatten mit bis zu 4 Terabyte Kapazität auf dem Markt gibt, benötigt man gegebenenfalls NAS-Systeme, die mehrere Festplatten aufnehmen können. Beim Einsatz mehrerer Festplatten können zudem mittels RAID durch Parallelzugriff Datensicherheit und Zugriffsgeschwindigkeit erhöht werden. Da wir hier nicht umfassend auf die verschiedenen Möglichkeiten eines RAIDs eingegangen werden kann, sei auf den Wikipedia-Artikel zu diesem Thema hingewiesen

Speziell für den Einsatz in NAS-Systemen hat Western Digital kürzlich die Festplattenserie WD Red vorgestellt. Diese arbeitet sehr leise und ist auch im Energieverbrauch sparsam. Trotzdem arbeitet sie recht schnell und ist für den 24-Stunden-pro-Tag-Dauerbetrieb ausgelegt. Dabei ist die Serie viel günstiger als „echte“ Server-Festplatten und nur etwas teurer gegenüber der WD-Green-Serie.

NAS-Systeme für verschiedene Einsatzzwecke

OminNAS KD20

SHUTTLE OmniNAS KD20 (NAS-KD20001)

Ein günstiger Einstieg in den Betrieb eines NAS ist durch das OminNAS KD20 von Shuttle möglich. Das Gehäuse bietet zwei Hot-Swap-fähige Festplatteneinschübe, d.h. die Platten können im laufenden Betrieb ausgetauscht werden. Da das OmniNAS KD20 ein Gehäuse aus Aluminium besitzt, springt der Lüfter nur selten an, so dass ein leiser Betrieb gewähleistet wird. Neben USB-Anschlüssen bietet es auch einen SD-Kartenleser. Der Inhalt von SD-Karten wird dann nach dem Anstecken automatisch in ein bestimmtes Verzeichnis kopiert. Natürlich ermöglicht das OmniNAS KD20 auch den Zugriff auf die Daten von unterwegs, zudem gibt es iOS- und Androis-Apps.

DS213+

SYNOLOGY DiskStation DS213+

Auch das DS213+ vom NAS-Spezialisten Synology bietet zwei Festplatteneinschübe. Den höheren Preis gegenüber dem OmniNAS rechtfertigt der größere Funktionsumfang des DS213+. Standardmäßig bietet das Synology-Gehäuse auch einen E-Mail- sowie Webserver, zudem gibt es Apps nicht nur für iOS und Android sondern auch Windows Phone.
Über das Konfigurationsmenü des DS 213+ können per Mausklick zusätzliche Pakete installiert werden, die die Funktionalität erweitern. So stehen zum Beispiel Module für DLNA-Medienserver, VPN-Server oder sogar als Surveillance Station zum Anschluss von IP-Cams zur Verfügung. Sehr interessant ist auch das Modul „Video Station“: steckt man einen kompatiblen DVB-Stick an das DS213+ kann man darüber das Programm aufnehmen oder direkt auf den Computer streamen.

QNAP TS-412

QNAP TS-412 Turbo NAS Schwarz

Das QNAP TS-412 bietet intern Platz für bis zu vier Festplatten. Entsprechend ist hiermit auch der Betrieb in den RAID-Leveln 5, 6 und 10 möglich. Zudem können Festplatten auch über zwei eSATA-Ports sowie USB verbunden werden. Für die Anbindung an das Netzwerk stehen sogar zwei Gigabit-Schnittstellen zur Verfügung. Softwareseitig stehen Module für alle gängigen Anwendungen bereit, darüber hinaus gibt es auch von Drittanbeitern entwickelte QPKG-Plugins, die auch exotischere Funktionen bereit stellen.

My Book Live Duo

Im Gegensatz zu den bisher vorgestellten Geräten wird das My Book Live Duo von Western Digital komplett inklusive Festplatten geliefert. Somit ist es direkt nach dem Auspacken einsatzbereit. Auch die Konfiguration ist sehr einfach, da Western Digital sich auf die wesentlichen Funktionen beschränkt. Für den Einsteiger, der einfach schnell ein NAS zuhause einrichten möchte und auf Expertenfunktionen verzichten kann, ist das My Book Live Duo eine gute Wahl.

4TB WESTERN DIGITAL My Book Live Duo (WDBVHT0040JCH-EESN) 1 weitere Preise und Anbieter6TB WESTERN DIGITAL My Book Live Duo (WDBVHT0060JCH-EESN) 1 weitere Preise und Anbieter

Fazit:

Neben den vorgestellten Geräten kann man für jeden Einsatzzweck im Preisvergleich das passende NAS-System finden. Die Einrichtung und der Betrieb eines NAS-Servers ist kinderleicht, da die Hersteller benutzerfreundliche Konfigurationsmenüs zur Verfügung stellen. Und wer einmal den Komfort eines NAS erlebt hat, wird darauf kaum mehr verzichten wollen.

Cloud-Dienste wie Dropbox, Skydrive und Google Drive ringen um die Gunst der Kunden - lohnt sich da die Investition in ein eigenes NAS überhaupt?

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4 Kommentare

  1. Peter63 am 8.11.2013
    Kann jemand was zu Synology DiskStation DS213J sagen. Ist billiger als 213+, wo sind die Unterschiede?
  2. mdio am 11.11.2013
    Die DS213j hat einen schwächeren Prozessor als die DS213+, außerdem ist der Speicherbus mit 16-Bit zu 64-Bit nur ein Viertel so breit.
    Für den Heimeinsatz reicht die DS213j aber aus. Synology selbst ordnet die DS213+ unter "Kleinere und mittlere Unternehmen" ein und die DS213j unter "Privatnutzer bis zu kleinen Firmen".
    Leider schreiben sie auf den Produktseiten selbst sehr wenig über den Prozessor, aber im offiziellen Synology-Wiki gibt es eine Liste der Prozessoren: forum.­synology.­com/­wiki/index.php/What_kind_of_CPU_does_my_NAS_have

    Da das in beiden Fällen aber ARM-SoCs sind, findet man dazu leider nur wenige Benchmarks. Auffällig ist, dass die DS213+ einen Dual-Core-Prozessor hat, in der DS213j steckt ein Single-Core.
    Die einzige gute Webseite die ich zum Thema-NAS-Benchmarks finden konnte war diese: www.smallnetbuilder.com/rankers/nas/ranking/view/0
    Leider haben die dort keinen Test für die DS213j.

    Ich selbst habe schon eine Weile die Synology DiskStation DS210j zu Hause und die hat einen 800 MHz Single-Core und 128 MB DDR-RAM. Zum Vergleich, die DS213j hat 1200 MHz und 512 MB DDR3-RAM.
    Auf dem Papier also eine ziemliche Krücke. ;)
    Dennoch bin ich sehr zufrieden mit dem Gerät. Es dient als Zuspieler für meinen Fernseher (DLNA über LAN) und als Datenspeicher für eigene Fotos und Videos sowie für Backups.
    Da ich ohnehin nur ein 100 MBit/s-Netzwerk habe, stört es mich nicht, dass das Gerät sicherlich nicht 1 GBit/s übertragen kann.
    Allerdings ist mein Versuch einen Webserver darauf zu betreiben kläglich gescheitert, weil die Kiste dafür einfach zu wenig Power hat.
    Auch das Generieren von Thumbnails für Fotos und Videos dauert schon recht lange, aber für ein Upgrade auf die DS213j für 175 ¤ ist der Leidensdruck definitiv nicht groß genug. ;)

    Ach ja, ich kann übrigens immer noch die neuste DSM-Version (Betriebssystem) aufspielen und damit neue Funktionen nachrüsten, obwohl das Gerät schon 4 Jahre alt ist.
    Von welchem Smartphone kann man das sagen?

    Mein Fazit: Kauf dir die DS213j, wenn es um den Heimgebrauch geht.
  3. Peter63 am 12.11.2013
    Danke. Viel will ich damit nicht machen. Backup, Video, MP3 soll rauf. Da reicht wohl DS213j. Hab auch noch billigere gesehen, aber Synology ist wohl gut, oder?
  4. mdio am 12.11.2013
    Also ich finde das "Ökosystem" wirklich klasse. Die iOS-Apps funktionieren gut und bieten viel, die Pakete für die DiskStation selbst sind auch zahlreich und es gibt sogar noch installierbare Pakete aus der Community.
    Allerdings habe ich keinen Vergleich zu anderen Herstellern.

    Wenn du Lust dazu hast, kannst du dich ja mal erkunden wie gut die Weboberfläche des Zyxel NSA325 (-> www.hardwareschotte.de/preisvergleich/Zyxel-NSA325-NSA325-EU01F-p21594785 ) ist.
    Das erscheint mir momentan der Geheimtipp zu sein, wenn es darum geht ein günstiges 2-Bay-NAS zu bekommen.
    Aber ich weiß eben nicht, ob die Oberfläche etwas taugt bzw. wie der Hersteller-Support in Bezug auf Updates ist.
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