Das elektronische Schaf fürs Eigenheim

Mähroboter im Vergleich: Bosch Indego, Gardena R70Li und Husqvarna Automower

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Quelle: gardena.com Mähroboter im Vergleich: Bosch Indego, Gardena R70Li und Husqvarna Automower

Dann ist es wohl an der Zeit, das nötige Kleingeld zusammenzukratzen und in einen Mähroboter zu investieren. Als kleine Entscheidungshilfe wollen wir euch drei beliebte Modelle vorstellen:

Den Bosch Indego 1000 Connect (ca. 1080 ¤), der Gardena R70Li (ca. 1070 ¤) und der Husqvarna Automower 308 (ca. 1690 ¤). Alle drei sind in etwa für die gleiche Rasenfläche (700-1000 m²) ausgelegt.

„Rasenmäher-Tag!”

Gemütlich den Rasen von einem willenlosen Mähknecht einen Halm kürzer machen zu lassen, während man(n) Besseres zu tun hat, ist eine höchst angenehme Vorstellung. Doch bis die Werbung zur Realität wird und die kleinen Helfer selbstständig ihrer Arbeit nachgehen ist etwas Geduld nötig. Andererseits könnten sie einen Abstecher im Nachbargarten machen und sich voller Verzweiflung orientierungslos im Kreis drehen.

Als Erstes steht das Verlegen des Begrenzungskabels an, das je nach Gartenbeschaffenheit zu einer wahren Kunst ausarten kann. Ist der Abstand zur Rasenbegrenzung richtig? Sind Hindernisse korrekt markiert? Findet der Mähroboter den Suchdraht zur Ladestation? Und warum bleibe ich immer an diesem verflixten Kabel hängen? Ist der Stolperdraht aber erst einmal richtig verlegt, stellt dieser keine Gefahr mehr dar und wächst mit der Zeit im Rasen ein. Kleine Gegenstände, Kabel oder Schläuche, die auf dem Rasen liegen, sollten möglichst vorher entfernt werden, da sie nicht erkannt werden. Der Mähroboter fährt einfach drüber, sodass es je nach Hindernis schlecht für die Messer, den Gegenstand selbst oder für Beide ist. Im nächsten Schritt macht man sich mit dem Menü des elektronischen Schafes vertraut, bestimmt die Schnitthöhe des Rasens und die Zeiten für den Auslauf. Bis zu diesem Punkt gibt es kaum Unterschiede bei den Mährobotern.

Quelle: husqvarna.com

Nun kommen wir zu dem eigentlich wichtigen Teil. Das Rasenmähen und die zum Teil sehr unterschiedliche Herangehensweise der Sensenmänner. Die Modelle von Husqvarna und Gardena legen direkt los und fahren kreuz und quer nach einem Zufallsprinzip über den Rasen. Bei dem Indego von Bosch besteht die Möglichkeit zwischen dem „freien Bewegungsmuster“ der anderen beiden Modelle und dem von Bosch entwickelten „Logicut“ zu wählen. Der Hersteller verspricht: „Mit dem intelligenten Navigationssystem Logicut berechnet der Indego ein effizientes Mähmuster und mäht in sauberen, parallelen Bahnen.“ Außerdem soll der Logicut ca. 30% schneller sein als die Zufallsmethode. Das fein geschnittene Gras braucht auch nicht entsorgt werden, es dient direkt als Dünger.

Gerade am Anfang braucht der Mähknecht von Bosch viel Zeit ohne wirklich zu mähen, um seine Position mit der Karte abzugleichen. Lässt man ihm zu Beginn die Zeit zur Optimierung der Karte, ist er später umso schneller unterwegs. Das akkurate Linienabgrasen hat auch den Vorteil, dass nach getaner Arbeit keine kleinen Grasbüschel stehen bleiben, was gelegentlich bei der anderen Mähvariante vorkommen kann. Mit der Logicut-Methode kann zudem die bereits gekürzte Rasenfläche gefahrenlos wieder genutzt werden, ohne den Lakaien bei seiner Arbeit in die Quere zu kommen, sofern sich dort nicht die Ladestation befindet.

Welcher Mähroboter ist der beste?

Den optimalen Rasenmähroboter gibt es nicht. Stattdessen sollte man den optimalsten Roboter für sich und seinen Garten wählen. Aber eins steht definitiv fest, alle drei Modelle sind mit etwa 60 dB deutlich leiser als ihre benzinbetriebenen Kollegen (im Schnitt 96 dB).

Der Automower 308 von Husqvarna hat ein ähnliches Mähwerk wie sein großer Bruder, der Automower 320. Dieser bietet laut Stiftung Warentest das beste Schnittergebnis. Hauptsächlich unterscheiden sich die beiden Geschwistermodelle in ihrer Schnittbreite und der benötigten Leistung. Daher ist die gleiche Qualität beim Mähergebnis zu erwarten, was sich der Automower 308 mit ca. 1690 Euro aber auch einiges kosten lässt. Defizite weist das Gerät in der mechanischen Sicherheit auf, da die Messer nach längerem Gebrauch beim Anheben etwas zu lange nachlaufen. So kann es passieren, das ein Finger schnell um eine Fingerkuppe erleichtern wird. Es ist also Vorsicht geboten.

Quelle: bosch.de

Der Indego 1000 Connect von Bosch läuft sehr zuverlässig und stellt ein gutes Komplettpaket, ist aber in der Handhabung etwas zu kompliziert geraten. Aber in Zeiten, wo alles per Handy gesteuert werden kann, darf natürlich auch keine App (Android / iOS) für den Rasenmäher fehlen und entschädigt für die Defizite, oder? Doch da sich das Gerät über das Display direkt programmieren lässt, ist die Notwendigkeit einer Fernsteuerung eigentlich nicht gegeben, außer bei einer Privatvorführung für Freunde und Bekannte. Lediglich das Updaten der Gerätesoftware per App und die Alarmmeldungen, wenn der Roboter Hilfe benötigt, stellen ein sinnvolles Feature dar. Nur blöde, wenn man gerade nicht in der Nähe ist, wenn der Mähknecht um Hilfe schreit. Und die Zweckentfremdung als mobilen Auftragskiller um lästige Nachbarn loszuwerden, gepaart mit einen perfektem Alibi, ist auch keine sinnvolle Verwendung der App - auch wenn hier das Klischee des mordenden Gärtners prima passen würde. Wie auch immer. Mit rund 1080 Euro ist er deutlich günstiger als das Modell von Husqvarna, hat aber dafür auch ein etwas schlechteres Mähergebnis.

Der R70Li von Gardena für fast 1070 Euro punktet mit der guten Handhabung, ist dafür etwas störanfälliger als seine beiden Artgenossen und hat lediglich ein durchschnittliches Mähergebnis. Durch zu häufiges Rangieren vor der Ladestation kann es zur Verletzung der Grasnarbe in diesem Bereich kommen. Letzten Endes haben aber alle drei Gehilfen das Problem, dass schwer erreichbare Kanten oder Ecken nicht ausreichend bearbeitet werden können, so muss wohl oder übel trotzdem manuell nachgebessert werden.

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Nicht der passende Mähroboter dabei? Hier findest du alle bei uns gelisteten Mähroboter.

Plant ihr, euch einen Mähroboter zu kaufen und wie viel würdet ihr dafür ausgeben?

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2 Kommentare

  1. Grain am 23.6.2015
    .. und ich habe mich immer gefragt was die Robos mit den Grasschnitzeln machen, die ich früher immer mit dem Handwagen wegfahren musste.
    Aber ist das wirklich sinnvoll, machbar und vorallem ansehnlich diese auf dem Rasen liegen zu lassen? Jemand Erfahrungen?
  2. sicer Artikel-Autor am 24.6.2015
    Der Grasschnitt wird fein gehäckselt, ist dann nur weniger Millimeter lang und fällt nach unten.
    Es sollte nie mehr als ca. ein Drittel der Grashalmlänge gekürzt werden. Falls aber dennoch ein paar Grasklumpen auftauchen, ist das mit dem Mähroboter kein Problem, da er spätesten beim zweiten Mal Mähen die Klumpen klein häckselt.
    Also sollte sich das Problem spätesten nach ein paar Mal Mähen erledigt haben. Der Rasen sollte allerdings sollte nie zu hoch werden.
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