Alles, was man über USB wissen muss

USB-Standards im Überblick

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USB-Standards im Überblick

Von 1.0 bis 3.0: Die USB-Generationen

Der 1996 von Intel eingeführte USB-Standard ist mit Abstand der erfolgreichste und meistverbreiteste Anschluss im PC-Segment. Um die damaligen COM-, Seriell- und Parallel-Ports abzulösen, hat man auf einen einfachen, universellen Anschluss gesetzt, der heute quasi überall vertreten ist. Egal ob Notebooks, PCs und deren Zubehör, selbst bei Fernsehern, Routern, Smartphones ist USB allgegenwärtig.

Ein großer Vorteil von USB ist das schnelle An- und Abstecken während des Betriebes, weswegen gerade Massenspeicher auf diesen Anschluss setzen. Angefangen bei USB 1.0 hat man spätestens mit USB 1.1 die Anschlusseinfachheit am PC revolutioniert. Im Jahr 2000 kam dann die zweite Generation, welche mindestens genauso erfolgreich war, wie der Vorgänger. Auch der Vorteil der Unabhängigkeit von Betriebssystemen trägt dazu bei - so wird USB ebenfalls bei Mac OS X, Linux oder Android genutzt. Mittlerweile wird seit 2010 die USB 3.0-Version, also die dritte Generation, vertrieben. Dabei wurde stets auf die Abwärtskompatibilität geachtet: Man kann problemlos ältere Standards an den neuen Anschlüssen ohne jegliche Adapter oder Nachteile nutzen.

Wieviel Strom liefert USB?

Der USB-Anschluss kann angeschlossene Geräte mit Strom versorgen, wodurch eine zusätzliche Stromversorgung bei kleineren Geräten nicht mehr nötig ist - USB 1.x und 2.0 stellen bis zu 500 mA und USB 3.0 bis zu 900 mA bereit. Dadurch lassen sich viele Geräte, wie externe 2,5''-Festplatten, USB-Sticks oder auch Headsets mit ausreichend Strom versorgen. Viele Mainboards und Notebooks haben eine Funktion, die es erlaubt im ausgeschalteten Betrieb die USB-Anschlüsse mit Strom zu versorgen. Dadurch kann man Geräte wie Smartphones und MP3-Player ohne Anschalten des PCs aufladen. Auch die Treiberinstallation ist mit der Einführung von USB deutlich einfacher geworden. Ab der Implementierung des USB-Standards in Betriebssystem fallen bei Kleingeräten wie Mäusen und Tastaturen die Treiberinstallationen komplett weg. Lediglich bei Nutzung von Zusatzfunktionen wie beispielsweise programmierbaren Tasten sind dann noch Treiber vonnöten.

Wie schnell ist USB?

Was die Geschwindigkeit bei der Datenübertragung anging, war USB stets vorne mit dabei. Zwar war USB 1.1 mit gerade einmal maximal zwölf Mbit/s noch nicht wirklich schnell, war aber schneller als die damals sonst üblichen Anschlüsse und reichte für die meisten Anwendungen vollkommen aus. Als dann der Wunsch nach mehr Geschwindigkeit immer lauter wurde - denn gerade bei Geräten wie externe Festplatten, Laufwerke und Sticks war deutlich mehr möglich -, kam der neue USB-2.0-Standard. Mit bis zu 480 Mbit/s konnte man die Geschwindigkeit um das 40-fache erhöhen. Effektiv sind so bis zu 35 Megabyte pro Sekunde erreichbar, was dann in Zeiten von SSDs und immer schnelleren Flashspeichern abermals zum Flaschenhals wurde. Die logische Konsequenz war nun die aktuell dritte Generation des USB-Standards, welcher mit 4,8 GB/s nochmals zehnmal so schnell wie USB 2.0 ist. Die in der Praxis maximal mögliche Transferrate liegt bei 350 MB/s, was für die meisten Anwender mehr als genug darstellen sollte.

Die drei Standards im direkten Vergleich

USB 1.0 USB 2.0 USB 3.0
max. Übertragungsgeschwindigkeit 12 Mbit/s 480 Mbit/s 4,8 Gbit/s
max. Stromversorgung 500 mA 500 mA 900 mA

Welcher USB-Stecker ist das?

Für USB-Stecker und -Kabel gibt es unterschiedliche Ausführungen, die mit Buchstabenkürzel wie A, B uvm. benannt sind. Dazu kommen noch Bezeichnungen wie Mini- und Micro-USB. Der gängige, flache USB-Anschluss ist der Typ A, der fast quadratische von USB-Druckerkabeln bekannte Anschluss der Typ B. Während der Einsatz von Mini-USB-Steckern immer mehr zurückgeht, findet man die Mikro-Anschlüsse en Masse bei vielen Smartphones, Digitalkameras, MP3-Player und sonstigen Geräten. Hier die wichtigsten USB-Stecker und -Buchsen in der Übersicht:

Der normale USB-Stecker Typ A hier in der blauen USB-3.0-Ausführung. USB-Stecker Typ A Die normale USB-Buchse Typ A, hier wieder für USB-3.0 USB-Buchse Typ A

Der Micro-B-USB-Stecker ist häufig bei Tablets und Smartphones anzutreffen. Die Micro-B-USB-Buchse.

Der Mini-B-USB-Stecker kommt oft bei digitalen Kameras zum Einsatz Die Mini-B-Buchse.

Der USB3.0-Stecker in der Typ-B-Variante - wird oft bei Lesegeräten und externen Festplatten genutzt. Die USB3.0-Buchse für den Typ B

Der USB-Stecker Typ-B ist bekannt als USB-Druckeranschlusskabel. Dies ist ein interner USB-Stecker zum Verbinden der USB-2.0-Anschlüsse des Gehäuses an das Mainboard

Der interne USB-3.0-Stecker für den Anschluss ans Mainboard Dazu passend die interne USB-3.0-Buchse

Der USB3.0 Micro-B Stecker kommt meistens bei externen Laufwerken vor. Der dazu passende USB3.0 Micro-B-Anschluss.

Peripheriegeräte

In fast allen Bereichen finden USB-Anschlüsse mittlerweile Verwendung. Angefangen im Hardware-Bereich bei Gehäusen, Mainboards, über Eingabegeräte, WLAN-, Surf-, TV- und natürlich USB-Sticks nutzen auch Geräte wie Drucker, Scanner, externe Festplatten, Soundkarten, Netzwerkadapter, Bluetoothadapter und Modems den praktischen Anschluss zur Datenübertragung. Darüber hinaus wird USB selbstverständlich bei Notebooks, Komplettsystemen und Tablets eingesetzt. Aber auch abseits von Hardware, werden Geräte wie Fernseher, digitale Kameras, Smartphones und weitere Produkte aus der Unterhaltungselektronik mit USB-Anschlüssen ausgestattet.

Ein Blick in die Zukunft

Noch schneller und leistungsfähiger soll es beim kommenden USB 3.1-Standard zugehen. Die Bandbreite wird dabei auf 10 GB/s im Vergleich zu USB 3.0 verdoppelt werden. USB Power Delivery gilt als neues Features, welches das Laden von Geräten mit bis zu 100 Watt gestattet. Beide Neuerungen sollen aber laut Intel bei einer Kabellänge von nur maximal einem Meter funktionieren - bei USB 3.0 konnte man bis zu drei Meter verwenden. Für diese Kabel soll es dann eine Zertifizierung geben, die somit auch die geforderte Leistung garantiert. Der Start von USB 3.1 wird noch im Jahr 2014 sein. Allerdings ist mit ersten Geräten, die auf den neuen Standard setzen, erst 2015 zu rechnen.

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