Verkauf von Ryzen 3000er Serie gestartet

Was bringt Zen 2?

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Kurz und Knapp

  • erste Prozessoren im 7-nm-Verfahren
  • 15% höhere Single-Core-Leistung im Vergleich zu Zen+
  • Neuer Chipsatz X570 mit PCIe 4.0
  • B350/450 & X370/470 sind per BIOS-Update kompatibel
  • Ryzen 9 3900X wird neues Flaggschiff
  • CPUs und X570 Mainboards im Handel
  • AMDs neue Ryzen-CPUs fast überall schneller als Intel
  • Asus verspricht PCIe 4.0 per Update für ältere Boards

Was bringt Zen 2?

Der Startschuss ist gefallen: Die neue Zen-2-Generation ist im Handel erhältlich. Passend dazu gibt es auch eine große Auswahl an Mainboards mit X570-Chipsatz. Nur mit diesen Mainboards werden alle neuen Features der dritten Ryzen-Generation unterstützt. Allerdings laufen die CPUs auch mit älteren X470, B450 Chipsätzen - ein BIOS Update natürlich vorausgesetzt.

In offiziellen Benchmarks kann sich Ryzen in fast allen Bereichen an die Spitze setzen und Intel auf die hinteren Plätze verweisen. Was die Preis-Leistung betrifft, führt somit aktuell kein Weg an AMDs neuer Ryzen-Generation vorbei.

Kurz nach dem Launch von Zen 2 verkündet Asus, dass man PCIe 4.0 via BIOS-Update für ältere Plattformen mit B450- und X470-Chipsatz freischalten will.

Seit der ersten Zen-Generation ist AMD wieder eine ernsthafte Konkurrenz zu Intel. Mit der kommenden Zen-2-Generation will man weiter Druck auf Intel ausüben. Neben einem neuen Fertigungsverfahren in 7nm wird Zen 2 mit den Ryzen-3000-CPUs einige neue Features bieten.

Besonders spannend ist die Frage nach der Leistung. Schon bei den vorherigen Ryzen-Generationen konnte AMD bezüglich der Anwendungsleistung Intel immer wieder in seine Schranken verweisen. Zudem wurde die Single-Core-Leistung, die wichtig für die Spieleleistung ist, immer weiter optimiert. Dadurch, dass AMD mit Zen 2 die Single-Core-Leistung deutlich steigern konnte, kann man nun endlich auch bei der Spieleleistung mit Intel gleichziehen, was die neue Generation zum absoluten Preis-Leistung-König macht.

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Für mehr Durchblick im Informations-Dschungel rund um AMD Zen 2 hilft dir unser FAQ.

Was ist Zen 2?

Die Bezeichnung der neuen Ryzen-Generation ist etwas unglücklich gewählt. Denn Zen 2 entspricht nicht die Ryzen-2000er- (Zen+), sondern die Ryzen-3000-Serie. Während die zweite Ryzen-Generation nur ein kleines Update der ersten war, soll Zen 2 nun wieder vieles Neues bringen. AMD spricht von Revolution statt Evolution.

Wann wird Zen 2 erscheinen?

Seit dem 7. Juli 2019 sind die ersten Ryzen-3000-CPUs mit dem AMD Ryzen 5 3600, Ryzen 5 3600X, Ryzen 7 3700X, Ryzen 7 3800X, Ryzen 9 3900X und Ryzen 9 3950X an den Start gegangen. Zeitgleich gibt es auch die neuen X570-Mainboards im Handel.

Im September sollen dann weitere CPUs folgen und Anfang 2020 dann auch mit dem B550-Chipsatz Mainboards für den Mainstream-Bereich kommen.

Welche Neuerungen wird Zen 2 bringen?

Die wohl größte Neuerung wird das Chiplet-Design sein. Hierbei wird der Prozessor nicht mehr als ein großer Block gefertigt, sondern besteht nunmehr aus verschiedenen Einzel-Komponenten - Chiplets. Der reine CPU-Teil wird 8-Kerne besitzen und erstmalig im 7-nm-Fertigungsverfahren hergestellt. Durch diese Produktion sollen, im Vergleich zur vorherigen Generation, höhere Taktraten und somit höhere IPCs erreicht werden. Ein weiterer Chip, der Teil für Caches und die Kommunikation mit dem Mainboard wird weiterhin im bekannten 12-nm-Fertigungsverfahren hergestellt. Durch das Chiplet-Design ist es aber auch möglich, eine weitere 8-Kern-CPU unterzubringen. Somit kann man erstmalig mit einer 12 bzw. 16-Kern-CPU für den Sockel AM4 rechnen.

Der zusammen mit den neuen Ryzen 3000 CPUs kommende X570-Chipsatz wird bis zu 40 PCI-E-Lanes und erstmals PCI-Express 4.0 bieten. Als Mittelklasse Chipsatz wird dann nach dem Launch der B550 den bisherigen B450-Chipsatz ablösen.

Welche Zen-2-Prozessoren wird es geben?

Genaue Bezeichnungen sind bisher nicht veröffentlicht worden. Es ist aber davon auszugehen, dass AMD weiterhin auf die bekannten Prozessornamen setzen wird und damit die neuen CPUs beispielsweise Ryzen 7 3700X etc. heißen werden.

Neu wird allerdings sein, dass der Ryzen 3 über 6 Kerne und 12 Threads, der Ryzen 5 über 8 Kerne und 16 Threads und der Ryzen 7 über 12 Kerne und 24 Threads verfügen wird. Damit macht AMD weiter Druck auf die Core-i-Serie von Intel. Zudem soll im kommenden Jahr auch ein neuer Ryzen 9 in Anlehnung an den Core i9 auf den Markt kommen, der satte 16 Kerne und 32 Threads bei einer TDP von 135 Watt bietet. Während die neuen Ryzen 3, 5 und 7 Prozessoren auch zu älteren Chipsätzen kompatibel sein werden, wird für den kommenden Ryzen 9 aufgrund der höheren Leistungsaufnahme und Kernanzahl voraussichtlich ein X570- oder B550-Mainboard erforderlich sein.

Diese Ryzen-3000-Modelle sind aktuell bekannt und sollen am 7. Juli erscheinen (* = erscheint im September):

AMD Zen 2 Modell

Kerne
Threads

L3-CacheTakt/Turbo
(max.)
TDPPreis
AMD Ryzen 9 3950X*

16/32

64 MB

3,5 / 4,7 GHz

105 W

~ 750¤
AMD Ryzen 9 3900X

12/24

64 MB

3,8 / 4,6 GHz

105 W

AMD Ryzen 9 3900X Wraith Prism Box (100-100000023BOX)
AMD Ryzen 7 3800X

8/16

32 MB

3,9 / 4,5 GHz

105 W

AMD Ryzen 7 3800X Wraith Prism Box (100-100000025BOX)
AMD Ryzen 7 3700X

8/16

32 MB

3,6 / 4,4 GHz

65 W

AMD Ryzen 7 3700X Wraith Prism Box (100-100000071BOX)
AMD Ryzen 5 3600X

6/12

32 MB

3,8 / 4,4 GHz

95 W

AMD Ryzen 5 3600X Wraith Spire Box (100-100000022BOX)
AMD Ryzen 5 3600

6/12

32 MB

3,6 / 4,2 GHz

65 W

AMD Ryzen 5 3600 Wraith Stealth Box (100-100000031BOX)

Über diese Ryzen-3000-Modelle wurde bisher spekuliert:

AMD Zen 2 Modell

Kerne
Threads

TaktTurbo
(max.)
TDPPreis
Ryzen 9 3820X

16/32

3,3 GHz

4,3 GHz

105 W

~ 600¤

Ryzen 7 3700

12/24

3,8 GHz

4,6 GHz

95 W

~ 300¤

Ryzen 5 3600G

8/16

3,2 GHz

4,0 GHz

95 W

~ 200¤

Ryzen 3 3300X

6/12

3,5 GHz

4,3 GHz

65 W

~ 130¤
Ryzen 3 3300G

6/12

3,0 GHz

3,8 GHz

65 W

~ 130¤
Ryzen 3 3300

6/12

3,2 GHz

4,0 GHz

50 W

~ 100¤

Alle in unserem Preisvergleich gelisteten Ryzen-3000-CPUs

Was sind die Unterschiede zur ersten Zen-Generation?

Im Vergleich vorherigen Ryzen-2000er-Serie bzw. ersten Zen-Generation ist die Fertigung von 14nm auf 7nm optimiert worden. Das hat eine bessere Effizienz, weniger Leistungsaufnahme und damit weniger Abwärme zur Folge. Ebenfalls höhere Taktraten und höhere Single-Core-Leistungen kann man dadurch erwarten.

Wer zu der neuen Ryzen-3000-CPU gleich ein neues X570-Mainboard kauft, darf sich auch über PCI-Express 4.0 freuen. Theoretisch soll die Bandbreite doppelt so hoch sein, wie bei PCIe 3.0. Da bisher aber noch keine realen Benchmarks diesbezüglich zu finden sind, kann man nur spekulieren.

Wie schneidet Zen 2 in Benchmarks ab?

Wie durch zahlreiche inoffizielle Benchmarks zu erwarten war, hat AMD mit der 3000er-Reihe vor allem bei rechenintensiven Anwendungen Intel wieder komplett den Rang abgelaufen. Etwas überraschender ist jedoch die Spieleleistung der neuen CPU-Generation. Hier kann wegen der deutlich besseren Single-Core-Leistung im Vergleich zu den Vorgänger-Modellen bereits der Ryzen 5 3600 den großen Intel-CPUs Paroli bieten. Zwar hat der Core i9-9900k gegenüber dem AMD Ryzen 9 3900X noch einen hauchdünnen Vorsprung, dieser ist allerdings im Bereich von 2-3 Prozent.

Laut einem offiziellen Test ist AMD mit der neuen Zen-2-Generation ganz knapp hinter Intel's Flaggschiff bei der Spieleleistung. Bei Anwendungen hat AMD ganz klar die Nase weit vorn.

Bezüglich der Effizienz kann AMD trotz der neuen 7-nm-Fertigung noch nicht wirklich glänzen. Der Verbrauch im Leerlauf liegt knapp über dem der Ryzen 2000 CPUs. Erst unter Volllast zeigen sich die Vorteile 7-nm-Produktion. Hier haben die neuen AMD-CPUs mit einem geringeren Verbauch.

Welchen Sockel und Chipsatz wird Zen 2 benötigen?

Hier zeigt sich AMD absolut Käufer-freundlich. Während man bei Intel bei fast jeder neuen Core-i-Generation ein entsprechend neues Mainboard mitkaufen muss, werden die Ryzen 3000 CPUs weiterhin auf den AM4-Sockel setzen und zu den bisherigen Mainboard-Chipsätz kompatibel sein. Lediglich Mainboards mit A320-Chipsatz werden das Nachsehen haben.

Mainboards mit B350/450- und X370/470-Chipsatz werden per BIOS-Update zur neuen Zen-2-Generation kompatibel sein. Wer in den Genuß von allen neuen Features der Ryzen 3000 CPUs kommen möchte, sollte direkt ein X570-Mainboard kaufen.

Brauche ich ein neues Mainboard für Zen 2?

Nein, wer bereits über ein Mainboard mit AM4-Sockel verfügt, dem reicht ein BIOS-Update um die Ryzen 3000 nutzen zu können. Ausgeschlossen sind hier jedoch A320-Mainboards, die Zen-2 nicht unterstützen werden.

Neue Features, wie die neue XFR-Technologie (Extended Frequency Range), PCIe 4.0 und die höhere Anzahl von PCIe-Lanes werden jedoch nur Mainboards mit dem neuen Chipsatz X570 liefern können. Auch der Support der kommenden Ryzen-9-CPUs wird nur mit diesem Chipsatz möglich sein.

XFR, die Turbo- bzw. automatische Übertaktungsfunktion der bisherigen Ryzen-Generationen heißt nun PDO und steht für Precision Drive Overboost und sorgt ähnlich wie bei XFR für einen erhöhten Arbeitstakt der CPU abhängig von der Kühlung und Auslastung.

X570-Mainboard-Empfehlungen:

MSI MPG X570 GAMING PLUS (7C37-004R) Bestes Angebot von:
26 weitere Preise und Anbieter
ASRock X570 Steel Legend Bestes Angebot von:
15 weitere Preise und Anbieter
ASUS PRIME X570-PRO Bestes Angebot von:
24 weitere Preise und Anbieter

Alle X570-Mainboard in unserem Preisvergleich

Welcher RAM ist optimal für Zen 2?

Zen 2 unterstützt Werk DDR4-RAM mit 3200 MHz. Natürlich ist der Speichercontroller auch abwärtskompatibel und erlaubt den Einbau von DDR4-Riegeln mit weniger Takt. Allerdings ist es sehr wahrscheinlich, dass auch bei Zen 2 ein höherer RAM-Takt eine signifikante Mehrleistung mit sich bringen wird, weswegen wir einen Takt von mindestens 3200 MHz empfehlen.

Passende DDR4-RAM-Kits im Preisvergleich

Welche Vorteile bringt PCI-Express 4.0?

Die Mainboards mit X570-Chipsatz sind die ersten überhaupt, die PCIe 4.0 bieten. Sowohl Erweiterungskarten als auch M.2-SSDs können dadurch auf mehr Bandbreite zurückgreifen. Genau genommen hat sich im Vergleich zu PCIe 3.0 die mögliche Bandbreite verdoppelt.

Eine erste M.2 SSD mit PCIe 4.0 gibt es ebenfalls bereits.

Asus teile nun mit, dass man für einige Mainboards ein Update bereitstellt, das PCIe 4.0 für Boards mit B450- und X470-Chipsatz freischaltet. Eine detailierte Liste zu den betreffenden Mainboards ist hier zu finden. Somit könnte man bereits bei vergleichsweise günstigen Mainboards die Vorteile von PCIe 4.0 nutzen.

Der HardwareSchotte meint:

Zen 2 ist das Hardware Highlight des Jahres 2019. Vor allem die Preis-Leistung im Vergleich Intel ist unschlagbar gut. Man bekommt wirklich viel Leistung für vergleichsweise wenig Geld und muss sowohl in Anwendungen als auch Spielen keine Kompromisse eingehen, sodass selbst Hardcore-Intels-Fans ins Zweifeln kommen werden.

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