Mehr geht mit 14 nm nicht

Was leistet die neue Intel Rocket-Lake-S CPU-Serie?

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Kurz und Knapp

  • bis zu 8 Kerne und 16 Threads, weniger als beim Vorgänger
  • Alle CPUs mit Hyper-Threading, Core i9 mit neuem Boost
  • weiterhin nur 14-nm-Fertigung
  • Gleicher Sockel LGA 1200 und neue Z590-Mainboards
  • PCIe 4.0 wird nun endlich unterstützt

Quelle: Intel Newsroom Was leistet die neue Intel Rocket-Lake-S CPU-Serie?

Nachdem die zehnte Generation der Intel Core-i-Prozessoren, alias Comet Lake-S, veröffentlicht wurde, stand sie im Schatten der aktuellen AMD Ryzen Dominanz. Mit der neuen, nun elften, Generation möchte Intel AMD wieder Paroli bieten. Mehr Single-Core-Leistung durch höheren Takt, eine komplett überarbeitete Architektur und PCIe4.0-Support sollen dabei helfen. Insgesamt 19 Modelle der neuen Serie gehen an den Start.

Was ist der Intel Rocket Lake-S?

Rocket Lake-S ist die interne CPU-Modellbezeichnung der neuen elften Core-i-CPU-Generation von Intel. Wie auch schon beim Vorgänger Comet Lake S werden die CPUs im 14 nm Verfahren gefertigt. Diesmal jedoch ohne neuen Sockel - ein neues Mainboard ist also nicht zwingend erforderlich. So wird es zum Start vom Rocket Lake S Mainboards sämtlicher Hersteller mit dem neuen Z590-Chipsatz und dem Sockel LGA 1200 geben. Allerdings sind auch Boards mit Z490 Chipsatz zur neuen Generation nach Bios Update kompatibel.

Im Gegensatz zur vorherigen Generation haben die Core i9-Modelle nur noch acht Kerne und 16 Threads. Beim Takt bietet das Spitzenmodell Core i9-11900K kurzfristig satte 5,3 GHz auf einem Kern im TVB-Modus (Thermal Velocity Boost) - abhängig von der Kühlung. Dieses Features bleibt jedoch weiterhin nur den Core i9-Modellen vorbehalten. Zudem wird für die Core-i-CPUs DDR4 RAM benötigt. Beim allen CPUs der 11. Core-i-Reihe werden bis zu 3200 MHz nativ unterstützt, bei allen den älteren Comet-Lake-S-Prozessoren waren es nur 2933 MHz. Wobei dies nur für die CPUs gilt. Etwaige Z490- und Z590-Mainboard-Hersteller bieten per OC deutlich mehr RAM-Takt.

Die Core i7, Core i5 und Core i3 CPUs der Rocket-Lake-S-Serie unterstützen weiter Hyperthreading. So sind es beim Core i7 nun 8 Kerne und 16 Threads und beim Core i5 6 Kerne und 12 Threads. Während die stärkeren Intel Core i9 noch über den neuen TV-Boost verfügen, müssen sich die Core i7 und i5 Modelle mit dem altbekannten Turbo-Boost zufrieden geben.

Da Intel weiterhin bei der Fertigung auf das 14nm-Verfahren setzt, wird der höhere Takt im Vergleich zu der Comet-Lake-Generation durch die neue optimierte Architektur erzielt. Offiziell deklariert Intel alle K- und KF-Modelle mit bis zu 125 Watt TDP. Durch Turbo-Boost und Thermal-Velocity-Boost kann der Stromverbauch, vor allem bei den i9-Modellen, jedoch kurzfristig sogar das Doppelte erreichen.

Wann werden die Rocket Lake-S Prozessoren erscheinen?

Der offizielle Starttermin der neuen Rocket-Lake-S-Prozessoren war der 30. März 2021. Seit diesem Zeitpunkt sind die K-Modelle, also der Core i9-11900K, i7-11700K und i5-11600K erhältlich. Die Verfügbarkeit ist bereits jetzt schon sehr gut.

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Welche Comet-Lake-S-CPUs sind geplant?

Modell

Kerne/Threads

BasistaktTurbo
(max.)
TDPPreis
Core i9-11900K

8/16

3,5 GHz

5,3 GHz

125 W

Intel Core i9-11900K
Core i9-11900KF

8/16

3,5 GHz

5,3 GHz

125 W

Core i9-11900

8/16

2,5 GHz

5,2 GHz

65 W

Intel Core i9-11900
Core i9-11900F

8/16

2,5 GHz

5,2 GHz

65 W

Intel Core i9-11900F
Core i9-11900T

8/16

1,5 GHz

4,9 GHz

35 W

Intel Core i9-10900T Tray (CM8070104282515)
Core i7-11700K

8/16

3,6 GHz

5,0 GHz

125 W

Intel Core i7-11700K
Core i7-11700KF

8/16

3,6 GHz

5,0 GHz

125 W

Intel Core i7-11700KF Box (BX8070811700KF)
Core i7-11700

8/16

2,5 GHz

4,9 GHz

65 W

Intel Core i7-11700 Box (BX8070811700)
Core i7-11700F

8/16

2,5 GHz

4,9 GHz

65 W

Core i7-11700T

8/16

1,4 GHz

4,6 GHz

35 W

Core i5-11600K

6/12

3,9 GHz

4,9 GHz

125 W

Intel Core i5-11600K
Core i5-11600KF

6/12

3,9 GHz

4,9 GHz

125 W

Intel Core i5-11600KF Box (BX8070811600KF)
Core i5-11600

6/12

2,8 GHz

4,8 GHz

65 W

Intel Core i5-11600 Box (BX8070811600)
Core i5-11600T

6/12

1,7 GHz

4,1 GHz

35 W

Core i5-11500

6/12

2,7 GHz

4,6 GHz

65 W

Intel Core i5-11500 Box (BX8070811500)
Core i5-11500T

6/12

1,5 GHz

3,9 GHz

35 W

Core i5-11400

6/12

2,6 GHz

4,4 GHz

65 W

Core i5-11400F

6/12

2,6 GHz

4,4 GHz

65 W

Core i5-11400T

6/12

1,3 GHz

3,7 GHz

35 W

Kürzel K: Freier Multiplikator, also übertaktbar. F: keine integrierte Grafikeinheit. T: besonders stromsparend mit geringerem Takt.

Welches Mainboard benötige ich für Rocket-Lake-S?

Zum Release von Rocket Lake-S kommen auch die passenden Mainboards mit Sockel LGA 1200 und Z590 Chipsatz in den Handel. Es sind aber auch die meisten Z490-Mainboards per Bios-Update kompatibel

Mainboards mit Z590-Chipsatz

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Mainboards mit Z490-Chipsatz

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Mainboards mit B560-/H570-/H510-Chipsatz

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Mainboards mit B460-/H470-/H410-Chipsatz

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Was leistet Rocket Lake-S in Benchmarks?

In Spielen steht Intel weiterhin recht gut da: Der Core i9-11900K ist auf Augenhöhe mit einem AMD Ryzen 9 5950X, allerdings knapp hinter dem Ryzen 9 5900X. Der Core i5-11600K rechnet in Spielen fast auf dem Niveau eines Core i7-10700K und liegt hinter dem AMD Ryzen 5 5600X.

In Anwendungen bleibt auch das gewohnte Bild: AMD liegt vor Intel. Auch der Intel Core i9-11900K kann an der Dominanz von AMD Ryzen 9 5900X und 5950X nichts ändern. Dank Hyperthreading beim Core i5-10600K ist dieser nun auf dem Leistungsniveau der aktuellen Ryzen 5 Generation.

Grundsätzlich erhält man stabile Benchmarkergebnisse nur, wenn man im Bios keine Limits für die CPUs setzt. In diesem Fall kann der Stromverbrauch sehr viel höher sein, als von Intel angegeben. So kann es vorkommen, dass sich der Core i9-11900K unter absoluter Volllast auch mal 300 Watt gönnt. Entsprechend ist die Temperaturentwicklung: Unter Volllast und selbst bei guter Kühlung kann der i9-11900K über 90° erreichen. Entsprechend enttäuschend sind die ersten OC-Versuche der K-Modelle, speziell bei den Core-i9-Prozessoren.

Es zeigt sich, dass die Rocket-Lake-S-Prozessoren absolut am Limit laufen - mehr kann mit 14-nm vermutlich nicht erreichen.

Welchen RAM benötige ich für die neuen Comet Lake-S CPUs?

Beim RAM profitiert Rocket Lake-S ebenfalls wie der Vorgänger Comet-Lake von höherem Takt und schärferen Timings. Wenn schon das normale Overclocking der CPU also schnell an seine Grenzen stößt, kann man so mit schnellerem RAM nochmal ein wenig an Leistung gewinnen.

Zu empfehlen sind RAM-Kits mit mindestens 3600 MHz Takt - sofern ein Z490 Board genutzt wird. Lässt es der Geldbeutel zu, kann man natürlich auch zu schnellerem RAM mit 4000 MHz aufwärts greifen. Vor dem Kauf aber lieber beim Mainboard-Hersteller in die RAM-Kompatibilitätsliste schauen.

RAM-Empfehlungen
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32GB G.Skill Trident Z RGB DDR4-3200 CL16 (F4-3200C16D-32GTZR) Bestes Angebot von:
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Welche CPU-Kühler passen bei Sockel LGA 1200?

Da der Sockel LGA 1200 im Vergleich zum Vorgänger kaum größer ist, sind die bisherigen Kühllösungen für den Sockel LGA 1151v2 voll kompatibel. Damit passen also alle Kühler, die für Intel LGA 115x produziert wurden.
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Unterstützt Rocket Lake-S PCI-Express 4.0?

Ursprünglich war es geplant, dass die neuen Z490-Mainboards für Intel's Comet Lake S auch PCIe 4.0 unterstützen, was seitens der Mainboard-Hersteller auch fest eingeplant war. Leider entschied sich Intel gegen den PCIe 4.0 Support. Somit wurde weiterhin lediglich auf PCIe 3.0 gesetzt, was schnelleren Datentransfer via Grafikkarte oder M.2-SSDs, wie bei AMDs X570 Chipsatz, nicht zulässt.

Nun mit den neuen CPUs und den Z590-Modellen wird auch PCIe 4.0 unterstützt, sofern eben eine neue CPU verbaut wird. Mit einer Comet Lake S CPU der 10. Generation hat man weiterhin nur PCIe 3.0.

Der HardwareSchotte meint:

Die neue Intel Generation wird es nicht einfach haben. Der Core i9 hat weniger Kerne als die Vorgängerversion, dafür eine höhere Single-Core-Leistung und unterstützt nun endlich PCIe 4.0. Allerdings ist die 14nm-Fertigung absolut am Limit, was sich bei Stromverbrauch und Temperaturen zeigt.

4 Kommentare

Kommentieren
  1. m4lte am 2.7.2020
    Ich nutze jetzt seit genau 15 Jahren Eure Seite in unregelmäßigen Abständen und bin so ultra dankbar und froh, dass es Euch gibt! (Ich hab Euch auch locker schon an dreizehntausendvierhundertundachtzehn Menchen weiterempfohlen)
    Auch Wahnsinn, dass ihr in der ganzen Zeit ununterbrochen so hohe Beratungsqualität bereitgestellt habt. Damit seid ihr eine der wenigen konstanten Größen des Internets!

    Und doch hier meine erste direkte Frage an Euch, und zwar zu dem Artikel oben in Bezug auf den Intel Core i5 10600K:
    Ich lese an zwei Stellen zwei für mich erstmal widersprüchlich klingende Aussagen über den unterstützten RAM-Takt. Nämlich im Abschnitt "Was ist der Intel Comet Lake-S?" steht wörtlich "Beim Core i9 und i7 werden bis zu 2933 MHz unterstützt, bei allen anderen Comet-Lake-S-Prozessoren sind es 2666 MHz."
    Aber im Abschnitt "Welchen RAM benötige ich für die neuen Comet Lake-S CPUs?" heißt es "Zu empfehlen sind RAM-Kits mit mindestens 3200 MHz Takt - sofern ein Z490 Board genutzt wird. Lässt es der Geldbeutel zu, kann man natürlich auch zu schnellerem RAM mit 4000 MHz aufwärts greifen."

    Wie passen diese Aussagen zusammen?
  2. brickT0P Artikel-Autor am 2.7.2020
    Das ist beides schon richtig so. Die neuen Intel CPUs unterstützen eben maximal 2933 bzw. 2666 MHz beim RAM. Die Z490-Mainboard können jedoch deutlich mehr per RAM-OC bzw. XMP-Profil - teilweise bis zu 5000 MHz.

    Wenn man sich nun die beste Preis-Leistung anschaut, sollte man aktuell eben mindestens zu einem 3200 MHz Kit greifen. Je höher der Takt, desto mehr Leistung bekommt man letzten Endes raus. ABER: Ab 3600 MHz aufwärts werden die RAM-Kits relativ schnell sehr teuer, sodass es sich preislich gesehen kaum noch lohnt so tief in die Tasche zu greifen für das bisschen an Mehrleistung. Wer aber nunmal die maximale Leistung will, muss eben bereit sein dafür zu zahlen und kann auch ein RAM-Kit mit 4000 MHz oder mehr nehmen.
  3. m4lte am 2.7.2020
    Danke für die flotte Antwort. Wenn die CPU nicht von dem schnelleren Speichertakt profitiert wer dann? Hat die GPU nicht ihren eigenen Speicher?
  4. brickT0P Artikel-Autor am 2.7.2020
    Das System profitiert vom höheren Takt. Also die Kommunikation von Mainboard und RAM ist schneller. Die GPU kann davon nur profitieren, wenn sie auch auf den RAM zugreift. Das ist zum Beispiel bei den Ryzen APUs, wie beim Ryzen 5 3400G der Fall.
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