Watt braucht man?

PC-Netzteile Kaufberatung

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Aktualisiert am 15. Juni 2015

Wie viel Watt brauche ich?

Quelle: pixabay.com PC-Netzteile Kaufberatung

Diese Frage stellt sich jeder, der sich einen PC selber zusammenstellen möchte oder ein Ersatznetzteil sucht. Pauschal kann man diese Frage jedoch nicht beantworten. Das hängt natürlich von der Art und Anzahl der verbauten Komponenten ab. So benötigt ein Highend-Spiele-PC deutlich mehr Leistung als ein normaler einfacher Office PC. Viele neigen dazu, unüberlegt zu unnötig "großen" Netzteilen zu greifen. Der Aberglaube, dass ein Netzteil so viel Leistung zieht wie es Leistung liefern kann, ist definitiv falsch. Ein Netzteil zieht grundsätzlich so viel Strom, wie es benötigt. Dabei sollte man darauf achten, dass der Verbrauch des Netzteils im Bereich zwischen 20% und 80% Auslastung der Gesamtkapazität liegt, da hier die Effizienz am höchsten ist. Doch dazu später mehr. Für einen Office-PC ohne dedizierte Grafikkarte reicht schon ein Netzteil mit maximal 250-300 Watt. Ein Multimedia-PC mit dedizierter Grafikkarte, die allerdings nicht auf Spiele ausgelegt ist, benötigt etwa 300-400 Watt. Am meisten Leistung wird von Spiele-PCs gefordert. Bei gleichzeitiger Nutzung mehrerer Grafikkarten (SLI- oder Crossfire-Systeme) kann man so schnell auf 1000 Watt kommen. Die genannten Verbrauchswerte gelten nur als Orientierung und können nicht pauschal für PCs dieser Kategorie angesehen werden.

Hier eine kleine Tabelle, die den Verbrauch der wichtigsten Komponenten (unter Volllast!) im PC grob anzeigt:

KomponenteStromverbrauch
Festplatte ~ 10 Watt
CPU (Intel i5) ~ 95 Watt
CPU (AMD FX-8xxx) ~ 125 Watt
Arbeitsspeicher ~ 6 Watt
DVD Laufwerk ~ 7 Watt
Mainboard ~ 25 Watt
SSD ~ 2 Watt
Netzteil ~ 20 Watt
Grafikkarte (HD7950) ~ 200 Watt

Energieeffizienz: Sparen am Strom und nicht an der Qualität

PC-Netzteile bieten immer mehr Features und vor allem Stromspartechniken an. Als bekanntes Zertifikat ist hier das 80Plus-Gütesiegel zu erwähnen. Es beschreibt die Effizienz der Netzteile. Angefangen bei 80Plus für Netzteile mit 80% Effizienz (bei 50%iger Auslastung und gemessen bei 115-V-Wechselspannung), über 80Plus Bronze mit 85%, 80Plus Silber mit 88%, 80Plus Gold mit 90% bis hin zum neuesten Siegel, dem 80Plus Platinum mit 92% Effizienz.

Quelle: PLUG LOAD solution Siegel 80Plus

Betrachten wir an dieser Stelle ein kleines Beispiel:
Da die Spannung der Steckdose 230V beträgt, muss das Netzteil die Spannung umwandeln in 12V- und 5V-Schienen. Das Umwandeln funktioniert nicht verlustfrei. Somit wird etwas mehr Strom aus der Steckdose genommen als für den PC eigentlich nötig wäre. Unser PC soll nun ein durchschnittlicher Spiele-PC mit der folgenden Ausstattung sein:
Intel i5 mit Boxed Kühler, 8GB RAM (2 Module), einer Festplatte, einer SSD, einem DVD-Laufwerk, Mainboard, Netzteil und einer potenten Spiele-Grafikkarte. Entnehmen wir also die Verbrauchswerte aus der obigen Tabelle, kommt man auf 369 Watt unter Volllast. Auch wenn der PC nur in seltenen Fällen dieses Maximum erreicht, rechnen wir einmal damit weiter. Generell sollte man mit einem 450-500 Watt Netzteil bestens bedient sein. Jedoch unterscheiden wir jetzt einmal verschiedene Effizienzen:
Bei einem Verbrauch der Komponenten von 369 Watt zieht ein 80Plus -Netzteil ganze 461 Watt aus der Steckdose, ein 80Plus Bronze -Netzteil 431 Watt, ein 80Plus Silber -Netzteil 420 Watt, ein 80Plus Gold -Netzteil 410 Watt und ein 80Plus Platinum -Netzteil 401 Watt. Rechnen wir dies nun auf einen jährlichen Verbrauch bei acht Stunden täglich um, kommen wir auf folgende Werte:

Energieeffizienz bei 369 Watt Stromverbrauch und 8 Std/TagKosten pro Jahr
80Plus 336,53 ¤
80Plus Bronze 316,82 ¤
80Plus Silber 306,60 ¤
80Plus Gold 299,30 ¤
80Plus Platinum 292,73 ¤
als Preis für eine kWh wurde 0,25¤ verwendet

Aus der Tabelle lässt sich entnehmen, dass die jährlichen Preisunterschiede gar nicht so groß sind, wie man vielleicht erwartet hätte. Wohlgemerkt beruht unsere Rechnung darauf, dass der PC acht Stunden jeden Tag im Jahr unter Volllast betrieben wird. Wirklich keinen Sinn macht der Kauf eines nur 80Plus -Netzteiles oder gar schlechter. Hier sollte man schon ruhig ab 80Plus Bronze bzw. 85% Effizienz anfangen zu suchen. Gute Netzteile gibt es hier sogar schon ab 35¤. Aber auch teure 80Plus Platinum -Netzteile rentieren sich erst nach Jahren Laufzeit. Am besten bedient ist man mit 80Plus Bronze und 80Plus Gold Produkten.

Anschlüsse: Wo soll das alles hin?

Sehr wichtig für die Wahl des passenden Netzteils sind selbstverständlich auch die bereitgestellten Anschlüsse. Hat das Netzteil die geforderte Anzahl an SATA-Stromsteckern? Benötigte ich noch 4Pin-Molstecker? Braucht meine Grafikkarte einen gesonderten Stromanschluss, oder gar zwei? Wollen wir also erst einmal die verschiedenen Stromstecker vorstellen:

ATX-Stecker Der 20 + 4 Pin ATX Stecker ist zuständig für die Stromversorgung des Mainboards. Dieser Anschluss gehört zur Grundausstattung eines jeden Netzteils.

Der 4 + 4 ATX/EPS Stecker ist auch bei jedem Netzteil zumindest in einfacher Ausführung mit dabei und versorgt die CPU mit Strom.

SATA-Kabel sorgen für die Stromversorgung jeglicher Laufwerke und Festplatten im PC. Hier variiert die Anzahl der zur Verfügung stehenden Stecker je nach Netzteilhersteller und Produkt.

Der 4-Pin-Molexstecker diente früher noch als Stromanschluss für Laufwerke, heute wird er aber meistens nur noch für Lüfter oder sonstige Zusatzkomponenten benötigt.

Der PCI-Express Stromstecker, kurz PCIe-Stecker, sorgt für die Stromversorgung der Grafikkarte. Besonders leistungsfähige Karten benötigen hier sogar zwei Anschlüsse mit dem zusätzlichen 2-Pin Stecker (6+2Pin). Daher sollte man auch hierbei darauf achten, dass das Netzteil die entsprechenden Anschlüsse bereitstellt.

Viele Netzteile bieten das Feature "Kabelmanagement" an. Klingt auf den ersten Blick etwas komisch, ist aber durchaus eine sinnvolle Sache. Netzteile mit Kabelmanagement haben lediglich die obligatorischen Kabel zum Verbinden mit dem Mainboard fest montiert. Etwaige weitere benötigte Kabel werden dann je nach Bedarf zusätzlich angeschlossen. Das spart Platz im Gehäuse und auch jede Menge Zeit, die man sonst braucht, die übrigen Kabel ordentlich im Gehäuse zu verstauen. Allerdings kostet dieses Feature natürlich auch etwas mehr. Wer es aber aufgeräumt im PC mag, der sollte ein Netzteil mit Kabelmanagement in Erwägung ziehen. Netzteile im höherem Preissegment bieten in den meisten Fällen deutlich mehr Anschlüsse als günstigere Produkte. Es gilt auch: je mehr Watt ein Netzteil anbietet, desto mehr Anschlüsse sind vorhanden. Denn was bringt schon ein 600 Watt Netzteil mit jeweils nur einem Stecker? In unserem Preisvergleich kann man auch komfortabel nach der gewünschten Anzahl an Steckern filtern.

Kaufempfehlung: Watt nun?

Wie bereits erwähnt, stellt das Netzteil das eigentlich wichtigste Teil im PC dar. Die gesamte Stromversorgung läuft darüber ab. Folglich ist es immens wichtig, dass die einzelnen Komponenten ausreichend und vor allem stabil mit Strom versorgt werden. Gerade günstige Netzteile haben hier durchaus Probleme die Spannungen über eine längere Zeit stabil zu halten. Das Resultat wäre dann im ungünstigsten Fall ein Defekt des PCs, im besten Fall ein regelmäßig abstürzender Rechner. Auch die Verarbeitung bleibt bei vermeintlich günstigen Netzteilen meist auf der Strecke. Hier werden in vielen Fällen minderwertige (kostengünstige) Bauteile verwendet. Auch warten günstige Netzteile mit nur sehr spärlichen Ausstattungen auf und können mit lauten Lüftern oder zu kurzen Kabeln den Käufer zum Verzweifeln bringen. Um diesen Fall gar nicht erst eintreten zu lassen, sollte man von vornherein auf ein qualitativ gutes Netzteil setzen. Und ein solches muss definitiv nicht teuer sein. Angefangen bei 35¤ bis hin zu weit mehr als Hundert Euro ist die Spanne an guten Netzteilen riesig und unübersichtlich. Hier unsere Empfehlungen für drei Beispiel-Systeme:

Office-PC

Ein solcher PC wird für Büroarbeiten und Internet benutzt. Die Anforderungen an das Netzteil sind hier insbesondere Stabilität, geringe Lautstärke und Ausdauer.

Be-Quiet! Pure Power L8 300W (BN220)im Preisvergleich36 Angebote ab 39,84 €
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SUPERFLOWER Golden Green HX 350W (SF-350P14XE(HX))im Preisvergleich10 Angebote ab 58,06 €
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BE-QUIET! Straight Power E10 400W (BN230)im Preisvergleich37 Angebote ab 67,40 €
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Das Netzteil von Be-Quiet ist äußerst preiswert, bietet mit 80Plus Bronze eine gute Effizienz und ist mit 300 Watt ausreichend für einen einfachen Office-Rechner dimensioniert. Superflower, ein eher unbekannter Netzteilhersteller, hat mit der Golden-Green-HX-Serie kostengünstige und stromsparende Netzteile mit 80Plus Gold Zertifikat auf den Markt gebracht. Grund genug dieses Netzteil bei unseren Empfehlungen mit aufzunehmen. Abschließend ist noch die 400-Watt-E10-Variante zu nennen, die sich ebenfalls mit 80Plus Gold und absoluter Zuverlässigkeit auszeichnet.

Multimedia-PC

Als Multimedia-PC bezeichnen wir einen PC, der hauptsächlich zum Anschauen von Filmen und Hören von Musik genutzt wird. Aber auch das ein oder andere kleine Game soll damit spielbar sein.

CORSAIR CX Series CX430M (CP-9020058-EU)im Preisvergleich30 Angebote ab 46,85 €
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COOLER MASTER GM Series G550M (RS550-AMAAB1)im Preisvergleich28 Angebote ab 68,22 €
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BE-QUIET! Straight Power E10-CM 500W (BN234)im Preisvergleich35 Angebote ab 92,67 €
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Das CX430M von Corsair ist optimal für den kleinen Geldbeutel ohne dabei auf gute Qualität und Ausstattung verzichten zu müssen - sogar Kabelmanagement ist mit an Bord. Wie auch das CX430M verfügt das G550M von Cooler Master über 80Plus Bronze, wird von Kunden und in Test stets positiv bewertet und ist zudem in Sachen Preis-Leistung fast unschlagbar. Zu guter Letzt noch das E10 500W von Be Quiet, welches neben der 80Plus Gold Zertifizierung auch Kabelmanagement bietet.

Spiele-PC

Als Spiele-PC bezeichnen wir einen PC, der dafür konzipiert ist, aktuelle Spiele flüssig darzustellen.

THERMALTAKE Smart SE 530W (SPS-530MPCBEU)im Preisvergleich35 Angebote ab 52,05 €
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BE-QUIET! Straight Power E10-CM 600W (BN235)im Preisvergleich33 Angebote ab 104,28 €
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ENERMAX Platimax 750W (EPM750AWT)im Preisvergleich25 Angebote ab 148,13 €
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Das Thermaltake Smart SE 530W ist ein absoluter Allrounder und reicht mit seinen 530 Watt und der Ausstattung auch für einfache bis bessere Spiele-PCs. Wer ein wenig mehr Dampf unter der Haube wünscht, ist mit dem E9-580W von BeQuiet bestens beraten. Kabelmanagement und hohe Effizienz stellen hier den Käufer zufrieden. Wem das alles noch nicht genug ist, kann auch zum Enermax Platimax 750W greifen. Da ist der Name Programm: 750W Power mit der höchsten auf dem Markt erhältlichen Effizienz.

Fazit:

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass es nicht DAS Netzteil gibt. Man sucht das Netzteil nach Einsatzgebiet, Anschlüsse und gewünschter Effizienz aus. Zertifikate wie 80Plus Platinum klingen toll, rentieren sich allerdings erst nach mehreren Jahren Einsatzzeit. Wer sich ein solches der Umwelt zuliebe kauft, der bekommt höchste Qualität zum Premiumpreis. Doch wie unsere Rechnungen zeigen, sind Netzteile mit 80Plus Bronze und 80Plus Gold optimal und somit zu empfehlen. Hier stimmt das Verhältnis zwischen Effizienz, Kosten und Ausstattung.

Wie haltet ihr es: spart ihr lieber am Netzteil oder an der Energie? Und wie weit geht ihr der Umwelt zuliebe: rechtfertigt 80Plus Platinum den Aufpreis?

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15 Kommentare

  1. UK4AA am 30.10.2013
    Das sparen am Netzteil könnte wesentlich teuerer werden als der überschüssig verbrauchte Strom.
    Leider sind weitere Faktoren, welche in dem Artikel nicht angesprochen wurden, teils wichtiger als die Ersparnis beim Verbrauch. Zuverlässigkeit und Sicherheit der anderen Komponenten spielen genauso eine Rolle wie z.B. Maßnahmen gegen Spannungsspitzen beim Einschalten. Nüchtern betrachtet muss man sagen:
    - nicht überdimensionieren (die Energiebilanz eines 950 Watt Platinium Netzteils ist schlechter als ein für das benötigte System ausreichende 600 Watt Bronze Netzteil) ......also Rechnen rechnet sich und unumgänglich ist Testberichte lesen, Testberichte lesen, Testberichte lesen
  2. brickT0P Artikel-Autor am 31.10.2013
    Hallo, du hast natürlich recht, es gibt noch viele Bereiche bei Netzteilen, die in unserem Artikel nicht erwähnt wurden - wie zum beispiel die angesprochen Spannungsspitzen. Nur der Artikel soll erst einmal die wichtigsten Themen abhandeln, damit man einen generellen Überblick in Sachen Netzteile erhält. Gerade Aspekte wie Zuverlässigkeit und Sicherheit lassen sich in einem allgemeinen Artikel schlecht unterbringen. Wir empfehlen grundsätzlich vor einem Kauf Test- bzw. Erfahrungsberichte zu lesen. Auch sehr interessant ist dieser Artikel: www.computerbase.de/artikel/netzteile/2013/80plus-ist-nicht-80plus/
  3. UK4AA am 31.10.2013
    Alles richtig! - für mein Empfinden.....
  4. Mops0815 am 10.11.2013
    ...und hier kann man seinen Beadarf kalkulieren:
    extreme.outervision.com/psucalculatorlite.jsp
  5. whgreiner am 1.2.2014
    Vergessen wurde hier ausgerechnet das Wichtigste überhaupt: die Garantiezeit. Gerade bei den teueren Vertretern ist nämlich das Spielchen "3 Jahre Garantiezeit - nach dreieinhalb Jahren abrauchender Kondensator" sehr beliebt. Bin selber 2 mal hintereinander bei 2 verschiedenen Nobelmarken darauf hereingefallen. Jetzt habe ich eines mit 7 Jahren Garantie drin - drunter tu ich's nicht mehr, oder eben Billigteile aus der Grabbelkiste: die halten nämlich auch mindestens doppelt so lange wie die teueren mit der "Nach drei Jahren kaputt"-Garantie. So viel Strom kann man gar nicht einsparen, dass sich in 3 Jahren ein neues Markennetzteil mit geplantem Abnippeln amortisiert - ganz abgesehen von dem damit verbundenen Ärger.
  6. tmslnd am 2.2.2014
    Solange man bei den "Nobelmarken" auch bei Netzteilen aus den "noblen" Serien bleibt, bekommt man heute überall mindestens fünf Jahre Garantie. Dass bei ihren günstigeren Serien auch etablierte Unternehmen irgendwo sparen und entsprechend weniger lange Garantie geben, ist ja keine Überraschung. Das gilt für Originalhersteller wie Seasonic, Enermax, FSP/Fortron, als auch für deren Fertigung mit ihrem eigenen Etikett beklebende und mehr oder weniger renommierte Marken wie Be Quiet, Corsair, Cooler Master, XFX.

    Zum Stromspar-Thema ist neben der ganzen 80Plus-Effizienz-Geschichte auch folgender Artikel ganz interessant
    www.tomshardware.de/ErP-Netzteil-Mainboard,testberichte-240732.html

    Zur (Original)Herstellerrecherche sind sehr schön
    www.tomshardware.de/Netzteil-OEM-Hersteller,testberichte-240604.html
    oder - aktueller und umfangreicher plus Links zu Testberichten -
    realhardtechx.com/index_archivos/Page541.htm
  7. Shardan am 9.2.2014
    Wer z.B. einen Home Server baut, sollte noch ein paar Dinge beachten. Das für Dauerbetrieb höchste Energieeffiziens sinnvoll ist, versteht sich. Aber ist das Netzteil wirklich für 24/7 Betrieb geeignet? Hat das Netzteil neben Über- und UNterspannungsschutz auch einen Schutz gegen Übertemperatur? Ich habe schon erlebt, das eine Versicherung im Brandfall danach gefragt hat. Bei einem Homeserver mit mehreren Festplatten sollte auch noch einkalkuliert werden, dass eine Festplatte beim Anlaufen erheblich Strom ziehen kann - das kann ein Netzteil schon mal zum Ausschalten (Überlastsicherung) bringen.

    Aber wie immer kann man die Liste bei solchen Dingen ins Unendliche verlängern - grundsätzlich guter Artikel, danke dafür.
  8. HVR4000er am 7.4.2014
    Hallo Hardwareschotte-Redaktion!

    Ich finde es sehr schwach, daß Eure Netzteil-Filtersuche bei 300W losgeht. Schaut Euch doch bitte mal in Eurer Katergorie "Mainboards mit CPU" um! Da sind Systeme, die im Idle 10W und bei Volllast 27W brauchen. Willkommen im Jahr 2014. Bei so einer Leistungsanforderung haben auch 300W "Gold" oder "Diamant" Netzteile nur einen be***issenen Wirkungsgrad und enormen Platzverbrauch.

    Bitte nehmt es doch mal zur Kenntnis, daß es neben den ATX-Dinosauriern auch seit > 5 Jahren Lösungen für kleine lautlose SFF-Systeme gibt: Pico-PSU und Derivate (wie Pico-Box). Mit einem Bay Trail Celeron genügt ein 12V/3A Steckernetzteil von Pollin + einer Pico PSU und das ist auch nicht teurer als Euer Dinosaurier-ATX-Netzteil und nimmt viel weniger Platz weg und ist lautlos.

    Ich mag Eure Seite mehr als Geizhals aber nehmt bitte gefälligst Pico PSU bei den Netzteilen auf.

    danke.
  9. -McW- am 8.4.2014
    Hallo HVR4000er!

    Vielen Dank für deinen Hinweis. Grundsätzlich haben wir als Firma ein starkes Interesse an energieeffizienten Systemen. Ich habe mich heute Vormittag intensiv mit den von dir genannten Pico-Netzteilen auseinander gesetzt, aber selbst wenn diese, wie du sagst, seit über fünf Jahren auf dem Markt sein sollen, muss man doch feststellen, dass diese im deutschen Handel kaum erhältlich sind. Die meisten Modelle sind nur über den Amazon Marketplace erhältlich, einige findet man bei Jacob und Reichelt.

    Aus diesem Grund sind die Geräte bislang unter unserem Radar geblieben. Nun haben wir sie in unseren Produktkatalog aufgenommen und du kannst sie in der Netzteil-Kategorie filtern: www.­hardwareschotte.­de/­hardware/­preise/catid_120084/preis_Netzteile…
  10. HVR4000er am 8.4.2014
    Hallo McW,

    danke für die Umsetzung meines Vorschlags.

    Zitat "aber selbst wenn diese, wie du sagst, seit über fünf Jahren auf dem Markt sein sollen, muss man doch feststellen, dass diese im deutschen Handel kaum erhältlich sind."

    Vielleicht liegt es daran daß Ihr sie bisher nicht mit aufgenommen hattet und sie dadurch vielen Leuten unbekannt blieben? ;) Und "kaum erhältlich" ist übertrieben, bei Car-TFT.com und bei MiniPC.de sind sie seit Jahren fest im Programm. Man muß eben nur gezielt danach suchen.

    Erfreulicherweise ist auch der Preis etwas gesunken, das 80W PiciPSU geht bei 27¤ los und für ein Bay Trail Celeron J Board (10W TDP) reicht dazu ein 12V/3A Steckernetzteil für 12,95.

    Bei den Picos wäre es sinnvoll, auf die Kategorie "Tischnetzteile" und "Notebooknetzteile" zu verlinken, wenn man den Rechner an 230V betreiben will.

    Viele Grüße und weiter so!
  11. -McW- am 10.4.2014
    Ganz ehrlich, ich glaube kaum, dass die mangelnde Bekanntheit an uns liegt. Der Hersteller scheint da noch keine vernünftigen Vertriebsstrukturen aufgebaut zu haben. Zum anderen kann ich sagen, dass eben doch sehr viele unserer Nutzer auf HardwareSchotte nach fetten Grafikkarten, schnellen Prozessoren und entsprechenden PC-Netzteilen mit hunderten Watt Leistung suchen.

    Jetzt ist man ganz schnell bei einer epischen Diskussion, wieviel Rechenleistung man benötigt, und für wen Energie sparen ein echtes Ziel ist. Ich selbst sehe das so, dass man als Otto-Normal-Anwender (selbst mit Ambitionen im Videoschnitt und DVD-Rendering) sehr gut mit energieeffizienten Mobilprozessoren auskommt. Ich nutze seit Jahren privat ausschließlich Notebooks, die stets mit so viel RAM wie ökonomisch vertretbar und seit einigen Monaten auch mit einer SSD ausgerüstet sind. Damit habe ich ein System, dass wöchentlich für Fotobearbeitung eingesetzt wird, aber eben von Zeit zu Zeit auch mal ein Video in annehmbarer Zeit rendern kann.

    Als der letzte Austausch meines Bürorechners anstand, habe ich einen Dell-Tower durch einen Mac mini ersetzen lassen, in dem auch ein Mobilprozessor werkelt (damit hat sich der Energiebedarf mindestens halbiert, auch wenn ich die genauen Werte nicht mehr im Kopf habe). Dazu 8 GB RAM und somit schon ein System, dass für die Alltagsaufgaben im Büro fast überdimensioniert ist. Allerdings kommt es vor, dass bei mir Dutzende Tabs in verschiedenen Browsern parallel offen sind, da bremst sich das System schon mal etwas ein. Bei nächster Gelegenheit wünsche ich mir eine kleine SSD vom Chef, dann habe ich alles, was ich am Arbeitsplatz brauche.

    Im privaten Umfeld erlebe ich oft, dass hochgezüchtete Systeme gekauft werden, damit man damit spielen kann, obwohl häufig noch eine Spielkonsole existiert. Solche "Gaming-PCs" sind natürlich für's alltägliche Surfen oder Office - wofür sie dann doch die meiste Zeit eingesetzt werden - komplett überdimensioniert. Trotzdem lässt man den Rechner rund um die Uhr laufen, denn wenn man es durchrechnet, sind es ja doch nur ein paar Euro im Jahr.

    Für die Zukunft habe ich die Hoffnung, dass die Leute mit der zunehmenden Verbreitung von Tablets merken, dass diese alles an Rechenleistung bieten, was sie benötigen. Seit ich ein iPad habe, hat die Nutzung meines Notebooks kontinuierlich abgenommen, so dass ich es hauptsächlich einschalte wenn Fotos bearbeitet werden müssen oder ein Backup meiner Mobilgeräte fällig ist.

    Die Bedeutung von Pico-Netzteilen schätze ich auch für die Zukunft relativ gering ein - zumindest als einzeln gehandelte Komponente. Der Trend geht ja weg von selbstgebastelten Rechnern hin zu Fertigsystemen wie Tablets und Notebooks. Und vielleicht achten ja künftig mehr Leute darauf, wieviel Energie ihr Rechner tatsächlich (ver)braucht. Allerdings hat auch bei vielen anderen Geräten wie Haushaltsgeräten und Fernsehern erst das EU-Energielabel dafür gesorgt, dass die Öffentlichkeit dafür ein Bewusstsein entwickelt hat. Aber da die Energielabel bislang schon mies konzipert waren (so dass immer neue Klassen mit noch mehr Pluszeichen hinter dem "A" erfunden werden mussten), befürchte ich, dass es für Rechner keine sinnvolle Lösung in diesem Rahmen geben wird.
  12. KPX_20_07 am 20.7.2015
    Aktualisiert am 15. Juni 2015

    "Hier eine kleine Tabelle, die den Verbrauch der wichtigsten Komponenten (unter Volllast!) im PC grob anzeigt"

    der verbrauch ist immer noch zu hoch

    beispiel eine neue festplatte verbraucht doch nicht unter volllast ~10 watt
    eher ~7 watt usw


    " Generell sollte man mit einem 450-500 Watt Netzteil bestens bedient sein."

    beim spiele pc ohne sli oder übertakten reicht es auch
    trotzdem stehen 530 - 750 watt netzteile
  13. Liza am 14.12.2015
    Hallo! Was Netzteil ist die optimale? Ist 550W genug? Ich möchte dieses Netzteil pc24.de/power-supply/dell/450-18503.html zu kaufen aber ich bin nicht sicher, dass es stark genug ist. Was können Sie mir raten?
  14. brickT0P Artikel-Autor am 14.12.2015
    Wie in der Kaufberatung schon ausgeführt wurde, gibt es nicht das eine optimale Netzteil. Ein Netzteil ist optimal, wenn es zum Verbrauch des aktuellen PC passt, von guter Qualität ist und den weiteren Anforderungen des Käufers, wie z.B. Budget, und Effizienz entspricht.
    Ohne also die Komponenten des PCs zu nennen, kann man nicht sagen, ob das Netzteil stark genug ist, wobei ich eher vermutete, dass es wahrscheinlich viel zu stark sein wird. Zudem ist es alles andere als günstig und qualitativ eher minderwertig.
  15. Liza am 16.12.2015
    Vielen Dank für Ihre Hilfe!
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