Kurz und Knapp
- Kleinere Fernseher gibt es bereits ab 190 Euro
- Mit DVB-T2 ausgestattet quasi überall Empfang
- Trotz des geringen Preises gutes Bild und gute Ausstattung
- 4K-Auflösung heute auch im Budget-Segment weit verbreitet
- Bis zu 50 Zoll und mehr für unter 500 Euro möglich
Wer kennt das nicht: Die Fußball-Weltmeisterschaft läuft und man will kein Spiel verpassen, doch die Freundin will lieber ihre Lieblingsserie schauen. Zeit für einen Zweitfernseher! So geht man Problemen geschickt aus dem Weg und verpasst weder die wichtigen Tore noch die Wahl des Bachelors. Ein zweiter TV ist also die perfekte Lösung und muss zudem nicht teuer sein.
Die WM 2026 findet vom 11. Juni bis 19. Juli in den USA, Mexiko und Kanada statt – erstmals mit 48 Nationen und satten 104 Spielen. ARD und ZDF übertragen dabei 60 Spiele kostenlos im Free-TV, darunter alle deutschen Gruppenspiele, beide Halbfinals und das Finale. Ein Zweitgerät mit Zimmerantenne reicht also völlig aus, um nichts zu verpassen. Wir haben dir in verschiedenen Displaydiagonalen Empfehlungen für Geräte bis maximal 500 Euro zusammengestellt, damit die WM 2026 nicht zum familiären oder beziehungstechnischen Konflikt wird.
Schluss mit dem Ärger ums TV-Programm: Ein Zweitfernseher muss her!Quelle: © Ana Blazic Pavlovic - Fotolia.com
Was gilt es zu beachten?
Wie bei fast allen TV-Geräten reichen die verbauten Lautsprecher zwar aus, um das Wichtigste mitzubekommen, allerdings ist die Klangqualität eher schlecht als recht. Will man nicht nur das Spiel sehen, sondern mittendrin statt nur dabei sein, empfiehlt es sich, eine sogenannte Soundbar zu kaufen oder den TV mit einer HiFi-Anlage zu verbinden. Soll das Zweitgerät mehr als nur eine vorübergehende Zwischenlösung sein und das „Chi" des Wohnraumes nicht stören, sind entsprechende Wandhalterungen eine gute Methode.
Bei unseren Empfehlungen haben wir uns auf bekannte Hersteller beschränkt und zudem vorausgesetzt, dass der Fernseher über einen integrierten DVB-T2-Receiver verfügt – so ist der Aufstellort unabhängig von der Signalquelle, und lediglich eine kleine Zimmerantenne ist nötig. Ebenso ist 4K-Auflösung ab 43 Zoll der Standard – bei 32- und 40-Zoll gibt es ausschließlich Full-HD. Damit der Ball flüssig über das Display huscht, ist außerdem eine Bildwiederholungsrate von mindestens 100 Hz ratsam, aber gerade bei günstigen Geräten sind es häufig noch 60 Hz.
Zweitfernseher in 32 Zoll
Schön klein, praktisch und fast überall aufstellbar: TVs bis 32 Zoll sind ideal für den schnellen Einsatz in der Küche, im Gäste- oder Arbeitszimmer. Entsprechende Geräte sind bereits ab 190 Euro zu bekommen. Natürlich solltest du für diesen Preis kein High-End-Produkt erwarten, doch seinen Zweck als Zweitgerät wird es sicherlich erfüllen. In dieser Größenklasse findet man noch Full-HD-Auflösung (1.920 × 1.080 Pixel) – das ist bei kleinen Diagonalen völlig in Ordnung und im Alltag kaum von 4K zu unterscheiden. Ein praktischer Nebeneffekt: Viele dieser Geräte lassen sich auch als PC-Monitor nutzen.
40 Zoll
Wer es lieber ein wenig größer haben und mehr sehen will, der sollte zu einem TV-Gerät mit mindestens 40 Zoll (102 cm) Diagonale greifen. Preislich starten empfehlenswerte Fernseher dieser Größe ab etwa 230 Euro. In dieser Klasse bekommt man bereits solide Smart-TV-Funktionen mit den gängigen Streaming-Diensten, WLAN sowie mehrere HDMI-Anschlüsse. Einziger möglicher Haken bei sehr günstigen Modellen: Die Bildwiederholrate liegt oft bei nur 60 Hz – für gelegentliches Fußballschauen ausreichend, wer aber flüssigere Bewegungen bevorzugt, sollte gezielt nach Modellen mit 100 Hz Ausschau halten und dafür etwas mehr einplanen.
43 Zoll
Die 43-Zoll-Klasse ist für viele der beste Kompromiss: groß genug für ein echtes TV-Erlebnis, kompakt genug für Schlafzimmer oder Arbeitszimmer. Ab rund 350 Euro gibt es hier bereits 4K-Geräte mit ordentlicher Ausstattung. Wer bei der Bildqualität nicht zu viele Abstriche machen will, hält Ausschau nach Modellen mit QLED-Technologie – der Aufpreis gegenüber einem Standard-LED-Panel ist gering, der Unterschied bei Farben und Helligkeit aber spürbar. Laut zahlreicher Kundenrezensionen überzeugen Geräte dieser Größe vor allem durch das überragende Preis-Leistungs-Verhältnis – ein passendes 4K-Signal natürlich vorausgesetzt.
50 Zoll
Musste man früher für einen Fernseher jenseits der 45 Zoll tief in die Tasche greifen, bekommt man diese Geräteklasse in vernünftiger Qualität heute bereits ab rund 350 Euro. Aufgrund der Größe eignen sich diese Fernseher natürlich kaum noch als transportable Lösung, sondern eher als langfristige, stationäre Zweitgeräte im Schlaf- oder Arbeitszimmer – oder gleich als vollwertiger Hauptfernseher.
Für die WM ist ein 50-Zöller natürlich ein echtes Erlebnis: 125 Zentimeter Diagonale, 4K-Auflösung, und der Ball huscht in einer Größe über das Display, die echte Stadionatmosphäre aufkommen lässt. Hier zahlt sich das etwas höhere Budget von bis zu 500 Euro deutlich aus: In dieser Preisregion tauchen erste Geräte mit Mini-LED-Backlight auf, die eine merklich höhere Helligkeit und bessere Kontraste bieten als Standard-LED-Modelle – gerade in hellen Wohnzimmern ein echter Mehrwert. Auch HDR-Unterstützung ist in dieser Klasse selbstverständlich und sorgt besonders bei Abendspielen für leuchtstärkere Highlights und tiefere Schatten. Kleiner Tipp: Rund um den WM-Turnierstart locken Händler traditionell mit attraktiven TV-Angeboten – gerade in der 50-Zoll-Klasse lohnt ein Preisvergleich dann besonders.
Der HardwareSchotte meint:
Um Streitigkeiten während der WM aus dem Weg zu gehen, macht es Sinn, sich ein Zweitgerät anzuschaffen. Mit Preisen ab 190 Euro ist die Investition durchaus gering und der Ärger um das TV-Programm im Nu gelöst. Wer das Budget auf bis zu 500 Euro ausdehnt, bekommt – besonders in der 50-Zoll-Klasse – spürbar mehr Bildqualität durch Mini-LED und höhere Bildwiederholraten. Für die meisten ist das gut angelegtes Geld, zumal ein ordentlicher 50-Zöller nach der WM als vollwertiger Fernseher taugt und nicht nur als Übergangslösung in der Ecke steht.