Ein phantestisches PC-Gehäuse?

Im Test: Phanteks Eclipse P400s Midi-Tower

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Kurz und Knapp

  • schlichtes Design mit dezenten LEDs
  • 3-stufige Lüftersteuerung, gutes Kabelmanagement, viel Platz
  • Testmodell: Phanteks Eclipse P400s mit Seitenfenster und Dämmung
  • Preise ab 70 Euro

Im Test: Phanteks Eclipse P400s Midi-Tower

Seit 2007 produziert das niederländische Unternehmen Phanteks PC-Produkte. Hat man sich anfangs vornehmlich auf CPU-Kühler und Lüfter konzentriert, gehören mittlerweile auch Gehäuse zum Portfolio. Das Firmenmotto lautet: Highend-Qualität und Innovation.

Wir haben von Caseking das brandneue Phanteks Eclipse P400s PC-Gehäuse zugeschickt bekommen. Die P400-Serie ist an Einsteiger gerichtet und soll vor allem mit einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis überzeugen. Während das normale P400 in den Farben Weiß, Anthrazit und Schwarz und mit Seitenfenster daherkommt, ist das P400s mit einer Schalldämmung ausgestattet und wahlweise auch ohne Seitenfenster verfügbar - farblich bleibt die Auswahl gleich. Was der P400s Midi-Tower bietet und wie er sich schlägt, erfährst du im Testbericht.

Lieferumfang und Ausstattung

Der Karton ist sehr schlicht gehalten. Lediglich ein schwarzer Aufdruck des Chassis' und des Namens lässt erkennen was im Innern steckt. Das Gehäuse ist gut gepolstert und zum Schutz gegen Stöße in Styropor eingepackt. Im Lieferumfang des Eclipse P400s liegen alle für die Installation benötigten Schrauben bei. Zudem gibt es eine Anleitung, Kabelbinder und zwei Staubfilter mit dazu.

Preislich bewegt sich unser Modell, das P400s mit Window in Anthrazit, bei derzeit rund 80 Euro. Für diesen Preis bietet Phanteks eine durchaus lesenswerte Ausstattung. Neben den für einen Midi-Tower vergleichsweise großen Abmessungen von 21 x 49,5 x 47 Zentimetern (Breite x Höhe x Tiefe) ist es eines von sehr wenigen Gehäusen auf den Markt, das sowohl eine Schalldämmung als auch ein Acryl-Seitenfenster bietet. Hinzu kommt eine integrierte dreistufige Lüftersteuerung - allerdings nur für zwei Lüfter - und eine RGB-Beleuchtung (10 Farben wählbar) der vorderen Unterseite sowie des Power-Buttons. Insgesamt lassen sich zu den zwei ab Werk mitgelieferten 120-mm-Lüftern noch weitere in der Front und im Deckel nachrüsten.

Platz für Hardware ist jede Menge vorhanden: Netzteile können bis zu einer Länge von 27 Zentimetern und Grafikkarten sogar bis zu 39,5 Zentimetern verbaut werden. Für CPU-Kühler ist bei einer Höhe von 16 cm Schluss. Da auf den Slot für ein externes Laufwerk verzichtet wurde, kann in der Vorderseite ein 280- oder sogar 360-mm-Radiator montiert werden. Die Installation von HDDs bzw. SSD wird in Form von zwei 2,5''/3,5''- und zwei 2,5''-Festplattenslots unterstützt. Wer mehr Festplatten verbauen möchte, kann per optional erhältlichen Zubehör bis zu weitere vier 2,5''- bzw. 3,5''-Laufwerke nachrüsten.

Technische Daten

  • Maße: 210 x 495 x 470 mm (B x H x T)
  • Gewicht: ca. 7,5 kg
  • Material: Stahl (SECC), Kunststoff
  • Formfaktor: E-ATX, ATX, Micro-ATX, Mini-ITX
  • Lüfter insgesamt möglich: 2 x 140/ 3 x 120 mm (Vorderseite), 2 x 140/120 mm (Deckel),1 x 120 mm (Rückseite)
  • Davon vorinstalliert: 1 x 120 mm (Vorderseite), 1 x 120 mm (Rückseite)
  • Radiator-Plätze: 1 x max. 280/360 mm (Vorderseite),1 x max. 120 mm (Rückseite)
  • Laufwerksschächte: 2 x 3,5/2,5'' (intern, 3,5'' werkzeuglos), 2 x 2,5'' (intern)
  • Netzteil: Standard-ATX
  • Erweiterungsslots: 7
  • I/O-Panel: 2 x USB-3.0, 2 x USB-2.0, 1 x je Audio In/Out
  • maximale Netzteillänge: 270 mm
  • maximale Grafikkartelänge: 395 mm
  • maximale CPU-Kühlerhöhe: 160 mm

Außen

Das Design der Eclipse-P400-Serie ist sehr schlicht gehalten und gefällt uns auf Anhieb. Durch das Acryl-Seitenfenster hat man stets einen freien Blick auf das Gehäuse-Innere. Die Front wirkt schnittig und erlaubt dank Lüftungsschlitze oben und unten ordentlich Frischluftzufuhr. In unserem Fall handelt es sich um das P400s in Anthrazit, dessen Lack, wie man auf dem ersten Foto sehen kann, durchaus anfällig gegenüber Fingerabdrücken ist.

Die Rückseite zeigt keinerlei Besonderheiten. Hier befinden sich die sieben Erweiterungsslots, unten die Netzteilbohrungen, oben der Platz für die Mainboard-ATX-Blende und direkt daneben ein ab Werk installierter 120-mm-Lüfter.

Interessanter wird es an der Oberseite des neuen Phanteks Gehäuses. Zwei große magnetische Platten verdecken hier ein Meshgitter, das Befestigungen für bis zu zwei weitere 120/140-mm-Lüfter bereithält. Will man diese nicht nutzen, so sollen die Abdeckungen zur Geräuschdämmung beitragen. Setzt man auf mehr Lüfter im Gehäuse lassen sich die Platten gegen ebenfalls magnetische Staubfilter austauschen, die sich ebenfalls im Lieferumfang befinden. Ganz vorne sind drei Knöpfe zur Steuerung der Lüfter, der LEDs und zum Resetten des Systems angebracht. Der Powerbutton wurde mittig, die zwei USB-3.0-Ports und die Audioanschlüsse am rechten Rand platziert.

An der Unterseite entdecken wir neben den Gummifüßen, die Vibrationen vorbeugen sollen, einen weiteren Staubfilter vor dem Netzteilplatz. Unterhalb der abnehmbaren Frontschürze ist das Hersteller-Logo zu sehen.

Innen

Die Seitentüren lassen sich wie von den meisten Gehäusen gewohnt mittels Rändelschrauben werkzeuglos abmontieren. Das von vorne gesehen rechte Seitenteil ist mit einer vergleichsweise dünnen Dämmmatte bestückt. Im schwarz gehaltenen Innern sehen wir vor allem von einer Sache sehr viel: Platz. Dadurch, dass auf Laufwerkskäfige verzichtet wurde und externe Laufwerke nicht unterstützt werden, kann sich die restliche Hardware im wahrsten Sinne breitmachen.

Zwei 120-mm-Lüfter sind ab Werk vorinstalliert - einer in der Front und einer in der Rückseite. Während die Rückseite damit maximal ausgestattet ist, können in der Front noch zwei weitere 120-mm-Lüfter oder alternativ anstatt der dann drei 120er-Lüfter zwei 140-mm-Modelle mitsamt entsprechendem Radiator montiert werden. Etwas ungewohnt ist die strikte Abtrennung zum Netzteil. Dies dient wohl nicht nur der Ästhetik, da es so aufgeräumter aussieht, sondern auch einem optimierten Luftstrom im Gehäuse.

Ganz nackt ohne Seitenteil und Front bleibt das Gestell aus Stahl übrig. Im unteren Teil der Front kann man die LEDs erkennen. Auf der rechten Seite des Eclipse sind die einzigen Festplattenslots des Midi-Towers zu finden. Die herausnehmbahren Kunststoffrahmen können wahlweise mit 3,5''- oder 2,5''-Laufwerken bestückt werden. Letztere müssen jedoch verschraubt werden. Zwei weitere 2,5''-Festplatten lassen sich in den vorbereiteten Haltungen unterhalb der Mainboard-Tray-Aussparung installieren. Wie bereits erwähnt, kann man durch optional erhältliches Zubehör weitere Festplattenslots nachrüsten.

Praxistest

Der Einbau unserer Testhardware verlief sehr schnell und einfach. Für das ATX-Mainboard mussten lediglich die Abstandshalter eingeschraubt werden. Das Netzteil muss ungewohnter Weise von der anderen Seite eingeschoben werden, wird dann aber ganz normal befestigt. Vorteil dieser Konstruktion ist, dass der Kabelsalat des Netzteils von der Fensterseite nicht sichtbar ist und man alles sorgsam versteckt verstauen kann. Zudem erlaubt das Phantekts Eclipse P400s fast zwei Zentimeter Platz für Kabelmanagement. Dank der mitgelieferten Kabelbinder und der bereits vorhandenen Klettverschlüsse bringt man im Nu Ordnung ins Kabel-Chaos.

Na, wenn das kein Anblick ist! So schön kann das aussehen, wenn man es richtig macht: Die LED-Beleuchtung fügt sich perfekt in das schlichte Design ein. Viel zu schade, wenn man dieses Gehäuse nur unter den Schreibtisch stellt. Insgesamt lassen sich mittels Knopfdruck an der Oberseite bis zu 10 verschiedene Farben einstellen. Dabei leuchtet der Powerbutton ebenfalls in der gewählten Farbe. Die Eclipse-P400-Serie unterstützt übrigens die Asus Aura RGB-LED-Beleuchtung. Hierfür wird via erhältlichen Adapterkabel das Gehäuse mit der LED-Steuerung vom Mainboard verbunden, sodass die LEDs des Gehäuses in den selben Farben und Effekten, wie das Mainboard erstrahlt.

In unserem Praxistest zeigte sich der Phanteks Eclipse P400s Midi-Tower als ein sehr durchdachtes Gehäuse, dessen Verarbeitung keinerlei Kritik bedarf. Auch die Materialwahl ist dem Preis angemessen. Lediglich die Schalldämmung konnte mit unserem diesbezüglichen Referenzgehäuse, dem Fractal Design Define R4, nicht mithalten. Dies kann natürlich auch daran liegen, dass unser Proband über ein Seitenfenster verfügt, wodurch die Dämmfähigkeit eingeschränkt wird. Die beiden vorinstallierten Lüfter lassen sich in drei Stufen regeln. Während in der kleinsten Einstellung die Lüfter kaum aus dem System herauszuhören waren, konnte man bei den anderen beiden Stufen ein Rauschen wahrnehmen. Wir sprechen hier keinesfalls von lauten Lüftern, aber das Grundrauschen war dennoch hörbar.

Fazit

Phanteks Eclipse P400/P400S-Serie Bestes Angebot von:
108 weitere Preise und Anbieter
Kommen wir zur abschließenden Wertung. In unserem Praxistest zeigte sich der Phanteks Eclipse P400s Midi-Tower von einer guten Seite. Sowohl die Verarbeitung, die Ausstattung, als auch das Raumangebot sind überzeugend. Für Freunde von optischen Laufwerken steht jedoch kein entsprechender Laufwerksslot zur Verfügung - also ein Tower für die Generation USB-Stick. Das klassisch-moderne Design gefällt uns genauso wie die dezenten LEDs in der unteren Front sowie um den Power-Button. Die integrierte Geräuschdämmung ist jedoch weniger effektiv als bei der Konkurrenz. Alles in allem ist der P400s für einen Kaufpreis von rund 80 Euro ein empfehlenswertes Gehäuse und seinen Preis wert.

Der HardwareSchotte meint:

Aufgrund der überzeugenden Leistungen im Test und dem guten Preis-Leistungs-Verhältnis verleihen wir dem Phanteks Eclipse P400s den Hardwareschotte-Award!

Vorteile

Nachteile

  • sehr gute Verarbeitung
  • ansprechende Optik
  • gute Ausstattung
  • gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
  • sehr viel Platz für Hardware
  • gutes Kabelmanagement
  • Dämmung könnte besser sein
  • kein optisches Laufwerk montierbar

Gewinnspiel

Wer dieses schöne Gehäuse gewinnen will, kann auf unserer Facebook-Seite teilnehmen. Viel Glück!

Wie gefällt dir der Phanteks Eclipse P400s Midi-Tower?

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1 Kommentar

  1. Sonic am 25.5.2016
    Ich finde den Tower schon echt schick, aber wenn man jeden Fingerabdruck darauf sieht, ist das wohl nichts für mich. ;)
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    oder als Benutzeranmelden

123 Leserbewertungen für diesen Artikel

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