Kühler Prozessor dank Wasser

All-in-one: Kompakt-Wasserkühler in der Übersicht

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All-in-one: Kompakt-Wasserkühler in der Übersicht

Wie funktioniert ein Kompakt-Wasserkühler?

Kompakte Wasserkühler erfreuen sich bereits seit einiger Zeit einer großen Beliebtheit. Als Grund wird oft genannt, diese Form von Kühler ist wesentlich besser bezüglich Wärmeabtransport und Lautstärke. Doch dies stimmt nur bedingt.
Aber fangen wir erst einmal beim Aufbau solcher Kompakt-Wasserkühler an. Grundsätzlich sind diese Kühler nichts anderes als normale Wasserkühler in einem in sich geschlossenen System. Im Vergleich zu großen Wasserkühlsystemen, die man Stück für Stück einzeln aus Radiatoren, Ausgleichbehältern, Schläuchen, Pumpen, CPU- und GPU-Kühler, Verbindungsstücken und Kühlflüssigkeit zusammenbastelt, sind diese Komponenten bereits fest zusammengebaut. Dabei befindet sich die Pumpe direkt über dem CPU-Kühler, dessen Auflage zumeist aus Kupfer besteht. Die Schläuche sind fest mit Pumpe und Radiator verbunden und die Kühlflüssigkeit ist bereits im Kühlsystem, sodass ein Auffüllen komplett entfällt - und somit auch die Gefahr etwas zu verkleckern. Die Hersteller solcher Kühler werben auch damit, dass keine weitere Wartung des Wasserkühlers vonnöten sei.

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Das Funktionsprinzip der All-in-One-Wasserkühler ist denkbar einfach. Die meist aus Kupfer bestehende CPU-Auflagefläche leitet die Wärme durch viele kleine Gänge im Innern des CPU-Kühlers, sodass eine große Flächen von der Kühlflüssigkeit die Inneren Kupfergänge umhüllt, die die Wärme direkt abtransportieren. Die Pumpe sorgt dafür, dass die erwärmte Flüssigkeit zum Radiator befördert wird und gleichzeitig frisch gekühlte Kühlflüssigkeit, vom Radiator zurück zum CPU-Kühler kommt. Im Radiator läuft das Wasser durch die vielen Lamellen und wird dort durch einen oder mehrere Lüfter abgekühlt. Da hier wie bei Luftkühlern nicht auf Lüfter verzichtet wird, kann es je nach Umdrehungszahl der Lüfter ebenfalls recht laut werden - in vielen Fällen ist die Geräuschkulisse sogar höher als bei den hochwertigen Luftkühlern. Aber keine Panik, die meisten Lüfter lassen sich bequem regeln, sodass man die Lautstärke auf ein angenehmes Maß reduzieren kann - auch wenn man dann ein wenig Kühlleistung einbüßt.

Die Montage läuft ähnlich wie bei Luftkühlern ab. Manche CPU-Wasserkühler können mittels Push-Pins (Intel-System) oder eben über Backplates am Mainboard befestigt werden. Der Radiator wird samt Lüfter an entsprechend dafür ausgelegte Stellen, z.B. anstatt eines Gehäuselüfters, im Tower platziert. Vor dem Kauf sollte man auf jeden Fall überprüfen, ob und wenn ja welche Radiatorgrößen vom PC-Gehäuse unterstützt werden.

Gerade für aktuelle Highend-CPUs wie den Intel Core i9-12900K oder den AMD Ryzen 9 5950X ist eine AiO-Wasserkühlung durchaus sinnvoll, da diese CPUs sich automatisch abhängig von der Kühlleistung hochtakten bzw. den Turbo-Takt länger halten können bei besserer Kühlung.

Für unsere Übersicht haben wir die Kompakt-Wasserkühlungen nach der Größe des vorhandenen Radiators eingeteilt. So stellen wir euch jeweils für Wasserkühler mit 120-mm-, 140-mm-, 240-mm- und 280/360-mm-Radiator einige gut bewertete Alternativen vor.

120-mm-Radiator

All-in-One-Wasserkühlungen mit 120-mm-Radiatoren sind die kleinsten Modelle unter den kompakten Wasserkühlungen. Sie sind besonders dann sinnvoll, wenn der Platz für große und leistungsstarke Luftkühler fehlt. So z.B. in kleinen Mini-ITX-Systemen oder wenn der Fokus auf ein sehr aufgeräumtes PC-Inneres liegt. Aufgrund der geringeren Kühlfläche des 120-mm-Radiators sollte man hier jedoch vom Übertakten der CPU absehen.

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Nicht der passende CPU-Wasserkühler mit 120-mm-Radiator dabei? Hier findest du alle bei uns gelisteten Kühler im 120/140-mm-Format

240-mm-Radiator

Ein Radiator mit 240 Millimetern Länge hat Platz für zwei 120-mm-Lüfter nebeneinander. Solche Kompakt-Wasserkühler passen nicht mehr so einfach in jedes beliebige Gehäuse. Aufgrund der größeren Kühlfläche im Radiator und der beiden Lüfter kühlt ein solcher Wasserkühler entsprechend besser als die kleineren Verwandten. Dabei sind diese preislich gesehen je nach Modell nicht sehr viel teurer. Bei den All-in-One-Wasserkühlungen mit 240-mm-Radiatoren ist die Auswahl schon größer. Die besten Modelle übertrumpfen hier bereits die Kühlleistung der aktuell besten Luftkühler.

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280-mm-Radiator

Viele Gehäuse bieten sogar noch Platz für größere Radiatoren mit 280 mm (2 x 140 mm) Länge. Die Auswahl solch groß dimensionierter Kompakt-Wasserkühler ist etwas geringer, als beispielsweise bei den 240er-Modellen. Dank der größeren 140-mm-Lüfter arbeiten die meisten AiOs mit 280-mm-Radiator im direkten Vergleich leiser als die 240-mm-Pendants. Schließlich können die 140-mm-Lüfter bei gleicher Drehzahl mehr Luft umwälzen, bzw. bei weniger Drehzahl das gleiche Luftvolumen erreichen. Der Aufpreis zu einer 240-mm-Wasserkühlung ist dabei nicht sehr hoch.

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360-mm-Radiator

Wer nochmals mehr Kühlleistung bei kompakten Wasserkühlungen haben möchte, sollte zu einem Modell mit 360-mm-Radiator greifen. Hier sorgen drei 120-mm-Lüfter für die nötige Frischluftzufuhr. Die Kühlfläche des 360-mm-Radiators ist etwas größer als die der 280-mm-Wasserkühlungen. All-in-One-Wasserkühlungen mit 360-mm-Radiatoren gehören aktuell zu den beliebtesten Kompakt-Wasserkühlungen, vor allem weil die Kühlleistung auch zum Übertakten reichen kann. Aber vor dem Kauf unbedingt überprüfen, ob das Gehäuse auch soviel Platz bietet.

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420-mm-Radiator

Immer mehr PC-Gehäuse bieten Platz für 420-mm-Radiatoren - zumeist in der Front. Daher bringen die Hersteller auch entsprechende All-in-One-Wasserkühlungen auf den Markt. Diese nochmals größeren und, was die Kühlleistung betrifft, aktuell stärksten Wasserkühlungen sind noch nicht wirklich zahlreich vertreten. Im Vergleich zu den 360er-Modellen warten die 420-mm-Wasserkühlungen mit mehr Kühlfläche und Lüftern mit mehr Fördervolumen auf. Einziger Knackpunkt ist, dass es nicht viele PC-Gehäuse gibt, die eine solche riesige 420-mm-All-in-One-Wasserkühlung unterstützen.

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Fazit

Der erste Schritt beim Kauf einer Kompakt-Wasserkühlung sollte stets der Blick in die Spezifikationen des PC-Gehäuses sein um abzuklären, welche Radiator-Größen unterstützt werden. Grundsätzlich sollten die aktuell erhältlichen Wasserkühler auf allen gängigen Sockel montierbar sein, aber auch hier kann ein Blick in die Herstellerangaben nicht schaden. Stehen also Radiatorgröße und Sockel fest, geht es an die Produktauswahl. Dafür haben wir unsere Empfehlungen der All-in-One-Wasserkühlungen in vier verschiedene Kategorien eingeteilt. Zu jedem Produkt haben wir zudem einen aussagekräftigen Test verlinkt, in dem die exakten Details zu den Wasserkühlungen zu finden sind.

Wir hoffen, dass euch unsere Übersicht geholfen hat und eurer CPU bzw. auch euch einen kühlen Kopf bewahrt.

Ihr habt Fragen zu Kompakt-Wasserkühler? Dann schreibt uns!

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5 Kommentare

  1. Voodoo86 am 5.1.2021
    Aber steht nicht immernoch im Kleingedruckten das spätestens nach 2-3 Jahren die Flüssigkeit getauscht werden muss oder gibt es dies auch nicht mehr?
  2. brickT0P Artikel-Autor am 5.1.2021
    Kommt wirklich auf das Modell selber an. Es gibt einige, die extra eine Nachfüllöffnung haben. Andere halten problemlos drei Jahre oder länger. NZXT gibt z.B. 6 Jahre Garantie auf ihre Wasserkühlungen. Zumindest ist mir bei denen nicht bekannt, dass man sie nachfüllen muss.
  3. Famo am 20.6.2022
    Hallo.

    Ist ein längerer Text...

    Ich habe da mal eine Frage zu einer AIO-WaKü:
    Es geht um die Corsair iCUE H100i ELITE CAPELLIX Komplett-Wasserkühlung, 240mm, schwarz, Sockel 115x,1200. Diese habe ich mir zusammen mit dem Gigabyte Z490 AORUS PRO AX ATX, Sockel1200 Board und einem Intel Core i9 10900K, 10x 3.70GHz, Sockel 1200 Prozessor gekauft.
    Ins Gehäuse hat alles reingepasst - also los zum Zocken. Die erste Woche war ganz ok. Jedenfalls hatte ich nichts auszusetzen.
    Dann blieb mitten im Spiel plötzlich der PC "stehen". Aus. Vorbei. Wegen Überhitzung geschlossen. Also einige Zeit gewartet, PC wieder eingeschaltet und weiter ging es in der Hoffnung, dass das Problem nochmal auftritt.

    Es passierte aber etwa drei Wochen nichts in der Richtung bis dann plötzlich wieder alles stehen blieb.
    Länger Rede kurzer Sinn: der Prozessor wird zu heiss resp. wird nicht richtig gekühlt.

    Bereits beim Einbau des Wakü-Kopfes war mir aufgefallen, dass der Kopf eigentlich zu gross ist für den "kleinen" Prozessor (ca. 50 x 50 mm zu ca. 35 x 35 mm), habe mir dabei aber weiter nichts gedacht da ja "Sockel 1200 geeignet... Mit Hilfe diverser Tools habe ich festgestellt, dass die durchschnittliche CPU-Temperatur bei etwa 89° liegt und somit deutlich zu hoch...
    Dann habe ich noch aus den 240mm Lüftern in" Push"-Anordnung eine 2 x 240mm "Push-Pull" Einheit um den Kühler herumgebaut. Das Ergebnis war genau so (zensiert...)

    Also habe ich mir einen auf die Sockel 1200 CPU passenden Luftkühler besorgt (Noctua NH-D15,  chromax.black CPU-Kühler - 140/140mm) und eingebaut.
    Das Ergebnis ist genauso frustrierend wie bei der WaKü; nur dass der PC wegen Überhitzung stehen bleibt. Die CPU-Temperaturen spielen sich jedoch in ähnlichen Bereichen ab wie bei der WaKü.

    Inzwischen habe ich es drangeben.
    Mich interessiert eigentlich nur noch warum ein zu großer Wakü-Kopf auf einen deutlich kleineren Prozessor passen soll. Die Logik muss mir mal jemand erklären bitte....

    Danke schonmal.

    Mit freundlichen Grüßen.
    Famo


    ps
    Das Element zder WaKü zur Abwärmeaufnahme, die Schläuche und der Radiator waren maximal lauwarm. Und bevor jemand fragt: Mit Kühlflüssigkeit war war das System auch befüllt...
  4. Famo am 20.6.2022
    Im Text ist mir ein Fehler unterlaufen.
    In dem Satz:
    "Das Ergebnis ist genauso frustrierend wie bei der WaKü; nur dass der PC wegen Überhitzung stehen bleibt."
    muss es heissen :
    Das Ergebnis ist genauso frustrierend wie bei der WaKü; nur dass der PC NICHT wegen Überhitzung stehen bleibt.

    Mit freundlichen Grüßen.
    Famo
  5. brickT0P Artikel-Autor am 21.6.2022
    Die Core i9 Modelle werden leider immer wieder richtig heiß. Allerdings sollte eine Wasserkühlung dafür ausreichen, solange man da nicht übertaktet - auch wenn es nur eine 240er ist. Das Problem kann hier aber auch am Netzteil oder RAM liegen, da die CPUs bei 89° normalerweise noch normal weiterarbeiten. Erst ab über 100° wird runtergetaktet.

    Dass die CPU-Kühlerköpfe größer sind als die CPUs selber ist auch völlig normal. Schließlich werden die AiOs nicht nur für Intel, sondern auch AMD gefertigt, die von Hause aus größer sind. Und lieber eine größere als eine zu kleine Auflagefläche beim Kühlen. Wichtig ist, dass die Auflageflächen geplant sind und richtig auf der CPU sitzen.
  6. als Gast schreiben
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