Spielen und Arbeiten in neuen Dimensionen

Acer Predator XR341 Curved: Ein gebogener Gaming-Monitor im Test

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Quelle: Acer.com Acer Predator XR341 Curved: Ein gebogener Gaming-Monitor im Test

Kurz und knapp

  • riesiges 34-Zoll-IPS-Display mit 3440 x 1440 Pixeln
  • FreeSync top, Curved-Design nicht wirklich bemerkbar
  • 1100 Euro Kaufpreis für tolles Display und jede Menge Features
  • voll Spiele-tauglich
  • Auflösung wird nicht bei allen Spielen direkt unterstützt

Mit dem neuen Acer Predator XR341 Curved Monitor ist ein sehr interessantes Gerät mit Gaming-Ambitionen im Riesenformat auf den Markt gekommen. Dank FreeSync-Unterstützung und schnellem IPS-Panel werden Spiele in ganz neuen Dimensionen dargestellt. Hinzu kommt der geschwungene Bildschirm mit einem Radius von drei Metern, der ein „mittendrin statt nur dabei”-Gefühl vermitteln soll. Was die nackten Daten angeht, verspricht der neue 21:9-Monitor von Acer wahrlich viel, ob dies auch eingehalten wird und vor allem, ob der Preis von über 1000 Euro gerechtfertigt ist, werden wir im folgenden überprüfen.

..wird ermittelt

Lieferumfang und technische Daten

Die zehn Kilogramm Lebendgewicht sind sicher verpackt in einem voluminösen Karton, der nicht zuletzt wegen der 34-Zoll-Größe einer gängigen TV-Verpackung in Nichts nachsteht. Im Karton befindet sich der Monitor mitsamt bereits montiertem Standfuß, eine ausführliche Anleitung, ein VESA-Befestigungskit für die Wand, ein USB-Kabel, ein HDMI- und ein DisplayPort-Kabel. Zur Stromversorgung dient ein mitgeliefertes Netzteil.

Technische Daten

  • Bildschirmdiagonale: 34 Zoll (86 cm)
  • Displaytyp: IPS
  • Format: 21:9
  • native Auflösung: 3440 x 1440 Pixel
  • max. Helligkeit: 300 cd/m²
  • dynamischer Kontrast: 10.000.000:1
  • Blickwinkel: 172° horizontal, 178° vertikal
  • Reaktionszeit: 4 ms (GtG)
  • Eingänge: 2x HDMI (davon 1 x MHL-fähig und 1 x HDMI 2.0), 1 x DisplayPort, 1 x mini-DisplayPort
  • Ausgang: 1 x DisplayPort (Daisy-Chain)
  • Gewicht: 9,9 kg
  • Maße: 825 x 586(+130) x 309 mm (B x H x T)
  • durchschnittlicher Verbrauch: 63 Watt
  • Besonderheiten: Curved, Höhenverstellbarkeit um 13 cm, Tiltfunktion, 100% sRGB Farbraum, Flickerless, Blaulichtfilter, FreeSync, ZeroFrame, Daisy-Chain, Comfyview, PIP/PBP, Curved TV, USB-3.0-Hub

Ersteindruck

Wow! Anders kann man den ersten Eindruck nicht beschreiben. Auch wenn man bisher an einem vergleichsweise großen 27-Zoll-Monitor gearbeitet hat, sind 34-Zoll noch einmal eine andere Hausmarke. Im direkten Vergleich zu dem 16:9-Monitor sieht man, dass der 34-Zoller in etwa die gleiche Höhe besitzt, jedoch um einiges breiter ist. Anders als beim kleinen Verwandten hat Acer das Display des XR341 entspiegelt, wodurch nervige Reflexionen vermieden werden sollen. Neben der Größe fällt natürlich auch das Curved-Design ins Auge. Der Übergang vom Display zum Rahmen ist im ausgeschalteten Zustand nicht zu erkennen, Acer hat dies kurzerhand ZeroFrame getauft.

Acer XR341 vs. AOC d2757 Von vorne weiß der Acer Predator XR341 schon einmal zu gefallen. Doch auch der Rücken kann entzücken. Hier kommt Klavierlack zum Einsatz und ein pfeilförmiger Lüftungsschlitz wertet die Optik abermals auf. Direkt hinter dem massiven Standfuß befinden sich die Ein- und Ausgänge. Auf der linken Seite sind die Ports für HDMI und DisplayPort, auf der rechten Seite sind die USB-Anschlüsse für den 4-Port-USB-3.0-Hub platziert. Mittig hinter dem Standfuß ist der Anschluss für das Netzteil zu finden.

Hintere Anschlüsse links Hintere Anschlüsse rechts

Praxistest

Doch genug der Theorie - kommen wir zur Praxis. Der Proband wurde mittels mitgeliefertem DisplayPort-Kabel mit unserer AMD R9 Nano verbunden. Die Auflösung von 3440 x 1440 Pixeln wurde sofort anstandslos erkannt und dargestellt - selbstverständlich mit 75 Hz. Der sonst eingesetzte 27-Zoller mit FullHD-Auflösung verblasst im wahrsten Sinne des Wortes gegenüber dieser Auflösung. Nicht nur die Schärfe kann vollends überzeugen, auch die Bildqualität. Die Werkseinstellung war uns ein wenig zu hell, sodass wir die Helligkeit von 80 auf 60 herunterstellten. Die erste Überraschung gab es schon gleich beim Einschalten als uns eine Unterbodenbeleuchtung begrüßte, die sich unterhalb des Displays befindet. Die LEDs kann man via OSD-Menü in verschiedenen Farben und Modi erstrahlen lassen. Wer sich davon gestört fühlt, kann diese natürlich auch deaktivieren.

Damit der Monitor auch so auf dem Schreibtisch steht, wie man es sich wünscht, kann man ihn mittels Tilt-Funktion vor- und zurückneigen und in der Höhe um 13 cm verstellen.

wunderschönes 21:9-Panorama eine einsame Facebook-Seite Beim Öffnen eines einzelnen Browserfensters fällt auf, dass der Monitor dafür eher nicht gedacht ist. Kaum eine Internetseite ist für die native Auflösung oder allgemein für das 21:9-Format optimiert, sodass, wie hier im Beispiel, die Facebook-Seite etwas verloren auf dem riesen Display wirkt. Optimal sind jedoch zwei Browserfenster nebeneinander. Wer bisher auf zwei Monitoren gearbeitet hat, kann dies nun getrost an dem 34-Zoll-Display tun. So lassen sich in Microsoft Office gleich vier Seiten nebeneinander darstellen - einfach ein riesen Spaß damit zu arbeiten.

vier Seiten nebeneinander Optimal: Zwei Fenster nebeneinander Dank der vielen Bildeingangsports kann man weitere Bildquellen mit dem Monitor verbinden. Wir haben zusätzlich einen Laptop per HDMI angeschlossen und so den Picture-in-Picture-Modus, kurz PIP, genutzt. Im Menü lässt sich einstellen, in welche der vier Ecken wir das Bild der neuen Bildquelle platzieren möchten. Zudem kann man auch die Option PBP, also Picture-by-Picture auswählen, bei der dann eine Bildquelle pro Displayhälfte angezeigt wird. Die Vorzüge zum Arbeiten sind somit schon einmal sehr überzeugend. Doch wie sieht es mit Spielen aus? Schließlich steht die Predator-Reihe von Acer ja auch für Gaming.

Eines vorweg: Wer aktuelle Spiele in der nativen Auflösung von 3440 x 1440 Pixeln spielen will, der muss über eine sehr potente Grafikkarte verfügen. Im Vergleich zur gängigen FullHD-Auflösung gibt es rund 2,4 mal mehr Bildpunkte, die berechnet werden müssen. Hier sind mindestens eine GTX 970 oder R9 390 mit 4 bzw. noch besser 8 GB Pflicht. Wir haben GTA V, Fallout 4 und Counter-Strike: Global Offensive für unseren Test genutzt. Während GTA V und CS:GO die native Auflösung problemlos erkennen, muss man in Fallout 4 nachhelfen und die gewünschte Auflösung per Config anpassen. Leider funktionierte dies nur bedingt. Zwar wurde die Auflösung dann korrekt dargestellt, das HUD von Fallout 4 war jedoch weiterhin im 16:9-Format. Nicht wirklich störend, aber andererseits auch nicht optimal. Das 21:9-Format ist scheinbar noch zu neu oder zu selten, dass es von allen Spielen unterstützt wird.

Picture-in-Picture-Modus GTA V - einfach nur geil! Aber, das Spielgefühl kann man mit einem Wort beschreiben: genial. Bei einem Sitzabstand von etwa 50 Zentimetern hat man tatsächlich das Gefühl mittendrin zu sein, was durch das nötige Bewegen des Kopfes an die Bildränder um alles sehen zu können noch einmal verstärkt wird. Die Krümmung des Displays fällt dabei kaum ins Gewicht. Während unserer Spieletests konnten wir keinerlei Schlieren oder Ähnliches konstatieren - auch nicht bei schnellen Bewegungen. Laut vieler Userberichte kann man das IPS-Panel des Acer Predator XR341, das von Werk aus mit 75 Hz bei 3440 x 1440 läuft, auch auf 100 Hz übertakten. Wir haben es jedoch bei den voreingestellten 75 Hz belassen. Im Zusammenspiel mit FreeSync und einer entsprechenden AMD-Grafikkarte erreicht man so ein absolut flüssiges Spiel-Erlebnis. Die genaue Funktionsweise von FreeSync wird hier in diesem Video erläutert.

Dem IPS-Panel sei Dank: Blinkwinkel von bis zu 172° (horizontal) und 178° (vertikal) sind überhaupt kein Problem, wie auf dem Bild zu sehen ist. So kann man das Spielen wahrlich genießen und wird nicht durch veränderte Farben oder dunklere Ecken, wie bei großen TN-Panels üblich, getrübt.

verschiedene Blickwinkel

Ausleuchtung bei 10s Belichtungszeit Einen kleinen Nachteil bringt das IPS-Panel allerdings mit sich. IPS-typisch sind die vier Ecken deutlich heller. Das Foto wurde mit einer Belichtungszeit von zehn Sekunden aufgenommen, wodurch dieser Effekt deutlich verstärkt sichtbar gemacht wurde. In einem komplett abgedunkelten Raum kann man dies mit bloßem Auge nur minimal erkennen. Man spricht hier von sogenanntem Backlight-Bleeding.

Bezüglich des Stromverbrauchs konnten wir 48,5 Watt im Betrieb (Werkeinstellungen) und 0,5 Watt im Standby messen. Damit liegen die Werte sogar unterhalb des genannten Wertes von 63 Watt.

Das OSD-Menü lässt ebenfalls kaum Wünsche offen. Hier kann man wie gewohnt das Bild nach eigenen Vorlieben einstellen, aber auch weitere Features wie zum Beispiel den Blaulichtfilter für ein angenehmeres Arbeiten aktivieren oder die Farben und den Modus für die LEDs konfigurieren.

Das OSD-Menü

Fazit

ACER Predator XR341CKbmijpphz Curved FreeSync UltraWideBestes Angebot von:
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Mit dem Predator XR341 Curved hat Acer einen riesigen 21:9-Monitor mit fast jedem derzeit möglichen Feature ausgestattet. Dank der hohen Auflösung ist die Darstellung unter Windows und in Spielen knackig scharf. Bei den Farben und beim Blickwinkel profitiert man ebenfalls von dem tollen IPS-Display, das auch schnell genug für actionreiche Spiele-Titel ist. Das gekrümmte Display macht optisch sicherlich etwas her, hat in der Praxis allerdings kaum wirklichen Nutzen. Der Nachfolger XR342 bietet daher eine deutlich stärkere Krümmung.

Ob nun der Kaufpreis von derzeit 1100 Euro für den 34-Zoller gerechtfertigt ist, muss wohl jeder für sich entscheiden. Aber wer einmal mit einem solch brillantem und großen Display gearbeitet oder gespielt hat, will wahrscheinlich nicht zurück zu kleineren Modellen. Die FreeSync-Technologie des XR341 funktioniert nur im Zusammenspiel mit einer aktuellen AMD-Grafikkarte. Wer über eine Nvidia-Grafikkarte verfügt, kann dafür zum Acer Predator X34 greifen, der von den Features her quasi das Gleiche bietet, allerdings auf G-Sync setzt.

VorteileNachteile
  • gelungenes Design
  • sehr scharfes Bild
  • knackige Farben
  • absolut spieletauglich
  • FreeSync
  • bestens zum Arbeiten geeignet
  • Preis
  • nicht alle Spiele unterstützen die native Auflösung
  • Curved-Design hat keinen praktischen Nutzen

Der HardwareSchotte meint:

Wer derzeit auf der Suche nach einem 34-Zoll-Ultra-WideMonitor ist und auf eine hohe Auflösung samt FreeSync setzt, für den führt kein Weg an dem Acer Predator XR341 Curved vorbei. Auch wenn der Preis von mehr als 1000 Euro schon recht happig ist, bekommt man dafür eine Menge geboten. Denn der Monitor macht einfach Spaß, egal ob Spiele, Filme oder beim Arbeiten. Der Monitor ist aktuell mit seiner Ausstattung konkurrenzlos.

Seid Ihr bereit soviel Geld für einen Monitor auszugeben?

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