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Alpenföhn Brocken 2 CPU-Kühler im Test

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Alpenföhn Brocken 2 CPU-Kühler im Test

Alpenföhn hat nicht nur mit den ausgefallenen Produktnamen einen Namen gemacht, sondern überzeugte stets mit innovativen und qualitativ hochwertigen Produkten zu einem fairen Preis- / Leistungsverhältnis. Der wohl erfolgreichste CPU-Kühler des bayerischen Kühlungsspezialisten ist zweifelsohne der Brocken, welcher seit 2009 auf dem Markt ist. Knapp vier Jahre später stellt Alpenföhn nun ein komplett überarbeitetes Modell vor, welches an den Erfolg des Vorgängers anknüpfen soll. Neben einer verbesserten Kühlleistung will man zudem die Geräuschemissionen verringern. Dabei halfen nicht nur die gesammelten Erfahrungen aus der ersten Generation, sondern man berücksichtigte bei der Konstruktion der zweiten Auflage auch Kundenwünsche. Auch preislich soll der Brocken 2 in die Fußstapfen der ersten Generation treten und wieder mit einem guten Preis- / Leistungsverhältnis überzeugen.

Ob der Proband den hohen Erwartungen standhalten kann, wird unser Test aufzeigen.

Lieferumfang und Technische Daten

Der Brocken 2 kommt in einer schlichten schwarz-gehaltenen Verpackung daher. Ausgepackt kann man zwar schon von einem Brocken sprechen - wer allerdings schon einmal den Scythe Orochi mit 1,2 kg Gesamtgewicht verbaut hat, der wird bei den 842 Gramm (mitsamt Lüfter) nur müde lächeln. Neben den gut geschütztem Kühlkörper finden wir den 140 mm Wingboost-2-Lüfter, Eine ausführliche mehrsprachige Anleitung, das Montagematerial und eine kleine Tube mit Wärmeleitpaste vor.

Der Brocken 2 unterstützt sämtliche aktuelle Intel- (1155, 1156, 1366, 2011) und AMD-Sockel (AM2, AM2+, AM3, AM3+, FM1, FM2. Auch die Unterstützung des kommenden 1150er Sockel von Intel sollte kein Problem sein, da sie Bohrungen mit denen der 1155er und 1156er identisch sein - noch fehlt aber die offizielle Mitteilung von Alpenföhn. Anders als beim ersten Brocken ist das Montagematerial (RockMount Montagesystem getauft), bis auf die Abstandshalter, komplett aus Metall gefertigt, was für die Stabilität besonders beim Transport vorteilhaft sein sollte.

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Technische Daten:

  • Maße (ohne Lüfter): 146 x 156 x 74 mm (B x H x T)Maße (mit Lüfter): 146 x 165 x 100 mm (B x H x T)
  • Gewicht (mit Lüfter) 842 g
  • Material: Kupfer (Bodenplatte), vernickeltes Kupfer (Heatpipes), Aluminium (Lamellen)
  • Heatpipes: 5 x 6 mm (Durchmesser)
  • Lüfter: 1 x 140 mm, 400 - 1100 U/min, 109 m³/h, 120-mm-Bohrungen
  • Anschlüsse: 4-Pin-PWM (mit Y-Weiche)
  • Kompatibilität: Intel 1155, 1156, 1366, 2011, AMD AM2, AM2+, AM3, AM3+, FM1, FM2

Detailansichten und Montage

Doch schauen wir uns nun den Brocken 2 etwas genauer an. Als erstes fällt das Doppeltower-Design ins Auge. Die insgesamt fünf Heatpipes führen über die Sockelauflage jeweils in den linken und rechten Kühlkörper, welche technisch gesehen also nur über die Heatpipes verbunden sind. Beim ersten Brocken waren die Lamellen nur durchgehend und der Kühlkörper ein kompletter Block. Wie auch beim Vorgänger setzt Alpenföhn auf die ungewöhnliche Lamellenanordnung.

Diese Anordnung soll vor allem für den Betrieb von Lüftern mit geringer Drehzahl optimal sein und somit bei einem leisen Betrieb immer noch ausreichend gut kühlen bzw. Wärme abführen. Was Verarbeitung und Haptik angeht, können wir keinerlei negative Kritik ausüben. Das Material wirkt sehr hochwertig und auch stabil.

Wie viele Konkurrenten auch setzt Alpenföhn auf die sogenannte Direct-Touch-Technologie (Gapless H.D.T.-Technologie). Was ursprünglich aus einer Sparmaßnahme hervorging, entpuppte sich als perfekte Lösung für eine gesteigerte Wärmeübertragung. Damit diese noch effizienter ist, wird die Bodenplatte komplett plan geschliffen, sodass der Kühler optimal auf der CPU aufliegt.

Der ebenfalls neu entwickelte Wingboost 2 140-mm-Lüfter kommt in einem schlichten Schwarz daher. Er soll vor allem für einen leisen (max. 20 dB) aber auch effizienten Betrieb sorgen (109 m³/h Luftdurchsatz). Die Lüfterblätter wurden aerodynamisch optimiert, sodass zum einen die Förderleistung und zum anderen der statische Druck im Verhältnis zur Lautstärke verbessert wurde. Eine praktische 4-Pin-PWM-Y-Weiche erlaubt den Anschluss eines zweiten Lüfters - passende Lüfterklemmen für einen weiteren Lüfter befinden sich im Lieferumfang.

Wenn auch nicht wirklich entscheidend: Optisch kann der Brocken 2 durchaus gefallen. Der Glanz der Alulamellen in Kombination mit dem matten Schwarz des 140-mm-Lüfters. Wo der erste Brocken noch mit einer Höhe von knapp 160 mm auskam, braucht der Brocken 2 mit 165 mm noch ein wenig mehr Kopffreiheit: Wahrlich ein Brocken!

Im direkten Vergleich zum teureren Megahalems von Prolimatech fällt die asymmetrische Anordnung der Heatpipes auf. So sorgt Alpenföhn für eine noch bessere Kompatibilität bei Mainboards und geht so auch den Problem von blockierten RAM-Slots wortwörtlich aus dem Weg. Ansonsten wirken beide Konstruktionen recht ähnlich. Der Prolimatech-Kühler verfügt noch über eine weitere sechste Heatpipe, was ihm durchaus einen Vorteil bei der Kühlung verschaffen sollte.

Da man bei CPU-Kühlern dieser Ausmaße die Montage per Push-Pins nicht einmal in Erwägung ziehen sollte, wird auch der Brocken 2 mittels Backplate und ausgeklügeltem Montagesystem an das Mainboard verschraubt. Dank der ausführliche und bebilderten Anleitung sollte die Montage selbst für Laien kein Problem darstellen. Unser Gehäuse, das Define R4 von Fractal Design, verfügt zudem über eine praktische Aussparung auf dem Mainboardschlitten, sodass eine Montage des CPU-Kühlers ohne den Ausbau des Mainboard möglich ist.

Testverfahren und Messwerte

Wir verwenden bei jedem Kühler die selbe hochwertige Prolimatech PK-1 Wärmeleitpaste. Die Temperaturen werden mittels der aktuellsten Version von CoreTemp ausgelesen. Unter „Idle“ ist der lastlose Betrieb unter Windows gemeint, unter Last die volle Belastung der CPU mit Hilfe des Programms „prime95“. Jeder Kühler muss zwei Testdurchläufe à 30min durchlaufen. Dabei wurde jeweils eine andere Lüftergeschwindigkeit, welche in der Tabelle mit angegeben wird, gewählt.

Unser Testsystem

Der Brocken 2 zeigt eine ordentliche Leistung. Bei voller Umdrehungszahl (1100) des Wingboost-2-Lüfters schafft er es den übertakteten Intel i5-2500k auf 64°C unter prime95 zu halten. Zwar ist dies kein Spitzenwert, aber dennoch eine respektable Leistung. Bei 500 U/min ist die gemessene Temperatur mit 70°C schon grenzwertig. Doch die wahre Stärke kann der Alpenföhn Brocken 2 bei der Lautstärke ausspielen.

Anmerkung: Bei den Werten des Prolimatech Megahalems sei noch anzumerken, dass dieser mit 2 x 120-mm-Alpenföhn Wingboost betrieben wurde. Ansonsten wurden alle genannten Kühler mit den mitgelieferten Serienlüftern verwendet.

Die Messungen der Lautstärke erfolgten durch ein sehr einfaches Schallpegelmessgerät in einem Meter Abstand zum offenen Gehäuse. Um einen Vergleich zu haben hier eine kleine Tabelle zum Vergleich verschiedener Geräuschpegel:

Hörschwelle 0 dB
Blätterrauschen 10-20 dB
Ruhiges Zimmer 35 dB
Normales Gespräch 60 dB
Verkehrslärm 80 dB
Diskothek 110 dB

Wie man an den Werten sehen kann, gehört der Brocken 2 zu den leisesten bei uns getesteten Kandidaten. Unser Testsystem hat einen Grundlärmpegel von 37 dB. Werte darunter können also nicht gemessen werden. Mit 39 dB bei 1100 U/min war der Lüfter vom Brocken 2 nur minimal herauszuhören. Sobald man den Wingboost 2 unter 1000 U/min herunterregelte, war er unhörbar. Selbst der Be Quiet Dark Rock Pro 2 ist bei 1500 U/min mit 41 dB deutlich wahrnehmbarer. Ganz zu schweigen vom Thermaltake Frio Extreme, der sich seine gute Kühlleistung mit einem lautstarken Brummen und Rauschen erkauft.

Das von Alpenföhn gesetzte Ziel mit dem Brocken 2 einen Hochleistungskühler zu entwickeln der sowohl in Sachen Kühlleistung als auch bei der Lautstärke zu überzeugen ist also gelungen. Wer noch etwas mehr Leistung herauskitzeln möchte, kann zudem einen zweiten Lüfter montieren.

Fazit

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Alpenföhn ist es gelungen den beliebten Brocken in der zweiten Auflage in jeglicher Hinsicht zu verbessern. Zwar ist die Kühlleistung sicherlich im Vergleich zur teureren Konkurrenz noch ein wenig ausbaufähig, doch in punkto Lautstärke kann die Konkurrenz sich wiederum beim Brocken 2 eine Scheibe abschneiden. Bei der unverbindlichen Preisempfehlung von 39,90 ¤ zeigt man sich äußerst Käuferfreundlich und will so wieder an das sehr gute Preis- / Leistungsniveau der ersten Generation anknüpfen. Leider ist die Verfügbarkeit aktuell noch begrenzt. Eine Nachfrage bei Alpenföhn lässt jedoch hoffen, dass sich dies ab dem 30. Mai ändert und ab dann eine gute Verfügbarkeit gewährleistet ist. Von unserer Seite gibt es für den Brocken 2 eine klare Kaufempfehlung.

Ein wahrer Brocken von Alpenföhn? Was meint ihr?

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