XXL-Mauspads sind vor allem für Spieler sinnvoll, die mit niedriger Maus-Empfindlichkeit (Low-Sense) aus dem Arm zielen. Die durchgehende Fläche für Maus und Tastatur bietet genug Platz für weite Schwenks, ohne die Maus absetzen zu müssen. Welche Größe zu deiner Schreibtischtiefe passt, ob Stoff oder Hartoberfläche besser ist und worauf es bei Dicke, Rand und Unterseite ankommt, liest du in der Kaufberatung weiter unten.
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Wissenswertes rund um XXL-Mauspads
Wann ein XXL-Format sinnvoll ist
XXL-Mauspads bieten Gamern mehr Aktionsradius für größere Mausbewegungen als normale Mauspads. Wer in Shootern mit niedriger Mausempfindlichkeit (Low-Sense) aus dem Arm statt aus dem Handgelenk zielt, legt bei einer 180-Grad-Drehung locker 20 Zentimeter und mehr zurück. Und bei einem XXL-Pad hat man dann immer noch genug Platz für eine weitere Drehung, ohne dass man die Maus wieder zurück in die Mitte ziehen muss. Da man die Tastatur meistens direkt mit auf das Pad stellt, ist zudem keine störende Mauspadkante im Weg und die Tastatur lässt sich bei Bedarf einfach zur Seite schieben, um spontan noch mehr Fläche für die Maus zu haben.
Schreibtischtiefe zuerst prüfen
Vor dem Kauf eines XXL-Pads sollte man seinen Schreibtisch ausmessen. Die extralangen Matten sind meist 30 bis 60 Zentimeter tief und reichen in der Breite von 70 bis zu 110 Zentimeter. Ab einer Breite von 90 cm ist es sinnvoll die Tastatur mit auf das Pad zu stellen. Da normale Gaming-Tastaturen mit Nummernblock etwa 45 Zentimeter breit sind, hat man rechts daneben immernoch 45 Zentimeter reine Nutzfläche für die Maus. Der limitierende Faktor nach hinten, also in die Tiefe, ist dabei meistens der Standfuß des Monitors, sofern denn keine Monitorhalterung genutzt wird. Es kann also sein, dass der Platz auf dem Tisch nicht ausreicht für ein XXL-Mauspad. In diesem Fall wäre ein kleineres Mauspad-Format die bessere Wahl, da das XXL-Pad sonst nicht plan aufliegen kann.
Stoff oder Hartoberfläche
Unter Spielern werden Stoffpads generell bevorzugt, da man auf ihnen durch die höhere Bremswirkung die Maus genauer führen und kontrollieren kann. Außerdem werden die Gleitfüße der Maus geschont. Sie haben jedoch den Nachteil, dass sie schneller schmutzig werden und sich, je nach Pflege, schneller abnutzen können als Hartpads. Hartpads lassen die Maus zwar besser gleiten und sind unempfindlicher gegen Schmutz und Flüssigkeiten, allerdings nutzen sie die Mausfüße auf den großen Flächen schneller ab und sind hörbar lauter. Für die meisten ist das Stoffpad im XXL-Format daher die alltagstauglichere Wahl.
Dicke, Rand und Unterseite
Bei der Dicke sind rund 3 Millimeter der Standard. Dünnere Pads geben jede Unebenheit der Tischplatte direkt an die Hand weiter. Dickere Modelle ab 4 Millimeter sind bequemer und bieten den Vorteil, dass sie Unebenheiten auf dem Tisch besser ausgleichen können. Mehr Dicke ist also kein reines Qualitätsmerkmal, sondern Geschmackssache und eine Frage des Komforts. Achte beim Kauf unbedingt auf einen umnähten Rand. Da man bei einem XXL-Pad häufig mit den Armen über die Kanten reibt, franst die Verklebung schnell aus. Eine saubere Naht rund um das Pad verhindert das. Für die Unterseite ist eine strukturierte Gummierung wichtig, damit das Pad bei den großen Bewegungen auf dem Tisch nicht verrutscht.
Was sich wirklich lohnt und was nicht
RGB-Beleuchtung am Rand ist reine Optik. Sie sieht schick aus, beeinflusst aber weder die Präzision noch das Gleitverhalten. Ein zweilagiger Aufbau mit einer elastischen, rutschfesten Gummiunterseite bringt dagegen Komfort, da er kleine Unebenheiten auf dem Tisch ausgleicht und die Handgelenke bei langen Sessions schont. Sonderfeatures wie USB-Hubs oder kabellose Ladefunktionen sind im XXL-Bereich ohnehin selten, da sich die riesigen Matten sonst kaum noch flexibel rollen ließen. Wenn es sie gibt, zwingen sie oft in ein bestimmtes Ökosystem oder bedeuten Kompromisse bei der Oberflächenqualität. Wer rein auf Spielpräzision aus ist, fährt mit einem schlichten, sauber vernähten Stoffpad am besten.
Pflege und Haltbarkeit
Stoffpads verlieren mit der Zeit in der stark genutzten Mittelzone an Gleiteigenschaft. Viele Modelle haben eine wasserabweisende Beschichtung und lassen sich mit einem feuchten Tuch und milder Seife reinigen. In die Waschmaschine gehören sie wegen der Gummiunterseite und der Naht in der Regel nicht. Hartpads stellen ihr ursprüngliches Gleitverhalten nach einer einfachen Reinigung sofort wieder her, reagieren dafür aber empfindlich auf Staubkörner oder Sand, die wie Schleifmittel wirken können.